Service- und Vernetzungsstelle
für Gleichstellungsbeauftragte in Rheinland-Pfalz

Mehr Bewusstsein für die Bedeutung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie

Eine aktuelle Studie der Prognos AG im Rahmen des Unternehmensprogramms „Erfolgsfaktor Familie“ trifft folgende Feststellung: „Das Bewusstsein für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf hat sich in Unternehmen während der Corona-Pandemie gewandelt. 88 Prozent der Unternehmen sind mit ihrer Entscheidung zufrieden, in der Krise vereinbarkeitsfördernde Maßnahmen eingeführt oder ausgeweitet zu haben.“ Nach Ansicht des Bundesfamilienministeriums sei es interessant „dass sich dieser Bewusstseinswandel sowohl auf die reinen Vereinbarkeitsmaßnahmen als auch auf die Etablierung einer familienbewussten Personalpolitik insgesamt bezieht“. Rund zwei Drittel der Unternehmen (65 %) wollten ihr Angebot vereinbarkeitsfördernder Instrumente, insbesondere mehr Flexibilität bei Arbeitszeit und Arbeitsort sowie Homeoffice, auch nach der Krise beibehalten.
Die Studie finden Sie unter: https://www.erfolgsfaktor-familie.de/fileadmin/ef/pdf/210712_Studie_Erfahrungen_und_impulse_fuer_die_betriebliche_Vereinbarkeitspolitik.pdf
Quelle: fpd 789

Veranstaltungsreihe zum Dritten Gleichstellungsbericht

Die Geschäftsstelle Dritter Gleichstellungsbericht der Bundesregierung, die Europäische Akademie für Frauen in Politik und Wirtschaft (EAF) und das Harriet Taylor Mill-Institut für Ökonomie und Geschlechterforschung starten gemeinsam eine Veranstaltungsreihe zum Thema „Digitalisierung geschlechtergerecht gestalten“. Die Veranstaltungen sollen dazu beitragen, die Handlungsempfehlungen im Gutachten zum Gleichstellungsbericht zur geschlechtergerechten Gestaltung der Digitalisierung „gemeinsam zu diskutieren, weiterzuentwickeln und sie nachhaltig zu verankern“. Wörtlich: „Wir möchten mit Ihnen Erfahrungen und Wissen im Themenfeld Digitalisierung und Gleichstellung austauschen und konkrete Aufträge an entscheidungsfähigen Akteur*innen z.B. in Politik und Wirtschaft formulieren.“ Alle Veranstaltungen werden online durchgeführt.
Quelle: fpd 789

Neue Karrierestipendien für Informatik-Studentinnen

Das Hasso-Plattner-Institut (HPI) in Potsdam, Deutschlands universitäres Exzellenz-Zentrum für Digital Engineering, hat zum zweiten Mal Karrierestipendien für Informatik-Studentinnen ausgeschrieben. „Noch immer stagniert der Frauenanteil in der IT-Branche ebenso wie in den Informatik-Hörsälen, und es fehlt nicht selten an Vorbildern für den eigenen Karrierepfad. Die Stipendien richten sich an motivierte und engagierte Studentinnen.“, so das HPI.
Weitere Informationen und Bewerbungen über http://www.hpi.de/karrierestipendien

Quelle: fpd 789

Frauenanteil in der Ausbildung für MINT-Berufe stagniert bei 10 bis 15 Prozent

Die Arbeitsgruppe „Nationales MINT Forum“ macht in einem aktuellen Bericht zur Lage auf den zunehmenden Mangel an Fachkräften in den MINT-Berufen aufmerksam. Die Bemühungen, dem Fachkräfteengpass vor allem durch die Gewinnung von Mädchen und jungen Frauen zu begegnen, hätten bislang zu wenig gefruchtet, weil „Traumberufe junger Menschen“ immer noch durch Rollenstereotype geprägt würden und sich das Berufswahlverhalten kaum ändere. Der Frauenanteil in der Ausbildung für technisch-naturwissenschaftliche Berufe stagniere seit mehr als zwei Jahrzehnten bei 10 bis 15 Prozent. Zur Bewältigung der großen Zukunftsaufgaben, insbesondere für den Klimaschutz, würden aber junge Fachkräfte mit MINT-Qualifikationen benötigt.

Quelle: fpd 789

Die Wirtschaftsforschung verzeichnet Reaktionen auf das „Führungspositionen-Gesetz“

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) (Berlin) hat bereits Auswirkungen der vom Bundestag beschlossenen Reform des Führungspositionen-Gesetzes (FüPoG II) festgestellt. Das Gesetz regelt, eine Mindestbeteiligung von Frauen in den Vorständen von großen Unternehmen der Privatwirtschaft. In der Mitteilung heißt es, dass künftig 64 Unternehmen von den gesetzlichen Vorschriften betroffen seien und die neuen Regeln befolgen müssten. Weiter: „42 davon tun dies bereits, wie die vorliegende Analyse zeigt. Das sind 8 Unternehmen mehr als zum Zeitpunkt der Einigung einer Arbeitsgruppe der Großen Koalition auf den Gesetzentwurf im Herbst 2020. Somit hat das neue geplante Gesetz offenbar bemerkenswerte Antizipationseffekte ausgelöst und dazu beigetragen, dass der Frauenanteil in den Vorständen der betroffenen DAX-Unternehmen innerhalb eines guten halben Jahres von knapp 12 auf 16 Prozent gestiegen ist. Zuvor vergingen für einen Anstieg in dieser Größenordnung 5 Jahre. Infolge des neuen Gesetzes könnte es noch weiter bis auf 21 Prozent nach oben gehen.“
In der DIW-Analyse heißt es aber auch: „Allerdings haben einige Unternehmen mit der Berufung einer Frau ihren Vorstand gleichzeitig vergrößert, was den Anstieg des Frauenanteils abschwächt.“

Quelle: fpd 788

In jeder Altersgruppe erhalten Jungen deutlich mehr Taschengeld als Mädchen

„Frauen und Männer werden in Deutschland nicht nur im Berufsleben unterschiedlich vergütet, schon Mädchen und Jungen bekommen im Kinder- und Jugendalter unterschiedlich viel Taschengeld zur Verfügung gestellt.“ Eine repräsentative aktuelle Forsa­Umfrage trifft diese Feststellung, die der zum Burda-Medienkonzern gehörende Stuttgarter Kinderzeitschriften-Verlag Blue Ocean Entertainment für seinen „KIDS­Medienkompass“ veranlasst hat. In der Mitteilung heißt es weiter: „Erhalten Jungen im Alter von 4 bis 13 Jahren im Schnitt 15,34 Euro Taschengeld pro Monat, bekommen Mädchen dieser Altersgruppe im gleichen Zeitraum nur 13,76 Euro – und damit rund 11,5 Prozent weniger als die Jungen.“ Weiter: „Der ‚Gender Pocket Money Gap‘ zieht sich laut der Studienergebnisse durch die komplette Kindheit. Ob im Alter zwischen 4 und 6 Jahren, in dem nur etwa jedes fünfte Kind schon Taschengeld bekommt, über die Lebensjahre 7 bis 10, in denen sich etwa drei von vier Kindern über Taschengeld freuen dürfen, bis zu den 11- bis 13-Jährigen, von denen rund neun von zehn Kindern über Taschengeld verfügen: Jungen erhalten in jeder Altersgruppe im Schnitt ein höheres Taschengeld als Mädchen. Generell bekommen in Deutschland etwa 6 von 10 Kindern (59 Prozent) zwischen 4 und 13 Jahren Taschengeld – durchschnittliche 14,56 Euro pro Monat. Hier stehen die Mädchen einen Hauch besser da als die Jungen. Während 38 Prozent der Jungen kein Taschengeld bekommen, sind es bei den Mädchen nur 36 Prozent.“

Weitere Informationen hierzu: www.kidsmedienkompass.de

Quelle: fpd 788