Service- und Vernetzungsstelle
für Gleichstellungsbeauftragte in Rheinland-Pfalz

Frauen in Rheinland-Pfalz – Mehrheit in der Landesregierung – Minderheit im Landtag

In der künftigen Landesregierung von Rheinland-Pfalz wird das politische Gewicht der Führungsfrauen weiter zunehmen, da nach dem Wechsel von Volker Wissing zu Daniela Schmitt auch bei der FDP in der rot-gelb-grünen Ampel eine neue Spitzenkandidatin neben Malu Dreyer (SPD) und Anne Spiegel (Grüne) getreten ist. Im Kabinett wird sich die Mehrheit der Frauen weiter vergrößern, wenn Daniela Schmitt, bisher Staatssekretärin, Wirtschaftsministerin geworden ist. Der Trierer Politikwissenschaftler Uwe Jun nannte dies (in der „RZ“) eine „ungewöhnlich Konstellation“ und fügte hinzu: „Davon geht die Botschaft aus, dass Frauen in der Politik viel bewegen können – zumindest in Rheinland-Pfalz.“ – Demgegenüber gehören dem neu gewählten 100 Mitglieder starken Landtag von Rheinland-Pfalz nur 32 Frauen an, 2 weniger als bisher. Die Frauenanteile der Fraktionen betragenen 41 % bei der SPD, 22,6 % bei der CDU, 50 % bei den Grünen, 33,3 % bei der FDP, 16,7 % bei den Freien Wählern und 11,1 % bei der AfD.

Quelle: fpd 779

Verteilung von Erwerbs- & Sorgearbeit als gleichstellungspolitisches Schwerpunktthema der Gleichstellungsminister*nnenkonferenz 2021

Stefanie Drese, die Sozial- und Gleichstellungsministerin von Mecklenburg-Vorpommern, hat angekündigt, dass sie „die Stärkung der partnerschaftlichen Verteilung von Erwerbs- und Sorgearbeit zu einem gleichstellungspolitischen Schwerpunktthema in diesem Jahr machen“ möchte. Die SPD-Politikerin erklärte gegenüber dem Landesfrauenrat, die „gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern am Berufs- und Familienleben“ werde auch im Mittelpunkt der diesjährigen Gleichstellungsminister*innenkonferenz (GFMK) der Länder stehen. Drese, die 2021 als GFMK-Vorsitzende amtiert, sagte weiter, dass es hierzu aus Schwerin eine Reihe von Initiativen geben werde. Die GFMK-Hauptkonferenz findet am 23./24. Juni in Rostock statt.
In ihrer Videobotschaft an den Landesfrauenrat erklärte die Ministerin: „Die Neuverteilung von Erwerbs- und unbezahlter Sorgearbeit ist bislang wenig in den Blick genommen worden. Politische Maßnahmen zielen vor allem auf die Vereinbarkeit von Erwerbs- und Privatleben ab. Hier ist ein Perspektivwechsel notwendig, den wir befördern wollen.“ Die Covid-19-Pandemie habe deutlich gemacht, dass „ohne das Engagement und die Arbeit von Frauen lebenswichtige Bereiche unserer Gesellschaft nicht funktionieren würden. Die systemrelevante Arbeit werde „überwiegend von Frauen geleistet“, und die Frauen seien es auch, die verstärkt und zusätzlich unbezahlte Sorgearbeit übernähmen. Drese betont, dass dies „kein Frauenthema“ sei. Vielmehr müssten „Frauen und Männer, Unternehmen und Sozialpartner gemeinsam Lösungen erarbeiten“. Bislang worden Männer kaum als Zielgruppe für dieses Thema gesehen und es gebe auch zu wenige Vorbilder.

Quelle: fpd 779

„Zurück in die Zukunft – Frauenpolitik gestern, heute, morgen“ – dbb frauen tagen

Der dbb bundesfrauenkongress befasste sich virtuell am 13. April 2021 unter dem Motto ,Zurück in die Zukunft – Frauenpolitik gestern, heute, morgen‘ mit den Konsequenzen der Pandemie für die Familien- und Gleichstellungspolitik. Es gelte den negativen Auswirkungen der Pandemie „ganz klare Maßnahmenentgegen(zu)setzen, damit die Ungleichheit zwischen den Geschlechtern insbesondere in der Verteilung von Erwerbs- und Sorgearbeit nicht größer wird, sondern kleiner“, so die dbb bundesfrauenvertretung. Im öffentlichen Dienst gehe es um Arbeitsplätze, „die Frauen und Männern eine partnerschaftliche Aufteilung von privater Sorgelast ermöglichen“.
Weitere Informationen rund um den 12. dbb bundesfrauenkongress sowie die Berichterstattung finden Sie hier.

Quelle: fpd 780

Wie leben Familien heute? – Daten, Fakten, Trends – Familienreport 2020 liegt vor

Wie leben Familien heute? – Daten, Fakten, Trends – Familienreport 2020 liegt vor

02.02.2021

Das Bundesfamilienministerium hat am 10.12.2020 die 7. Ausgabe des Familienreports „Familie heute. Daten, Fakten, Trends“ veröffentlicht. Zu den „zentralen Befunden“ hat die verantwortliche Ministerin Franziska Giffey selbst festgestellt:

  • „Die Familie ist für die meisten Menschen der wichtigste Lebensbereich.“
  • „Das Berufs- und Familienleben muss unter den veränderten Bedingungen (der Pandemie) ganz anders organisiert werden.“
  • Viele Familien haben Verantwortung und wirtschaftliche Risiken „schon längst auf mehrere Schultern verteilt“.
  • Bei fast zwei Dritteln der Paarfamilien waren beide Eltern erwerbstätig, „immer mehr Mütter konnten mit ihrer Erwerbstätigkeit ihre eigene Existenzgrundlage sichern und immer mehr Väter beteiligten sich an der Betreuung und Erziehung ihrer Kinder“.

Der Familienreport ist ein „Nachschlagewerk und Zahlenfundus“, stellt aber auch Vorhaben und Maßnahmen der Familienpolitik dar. Neu sind im Report 2020 Vergleiche mit anderen Ländern.

Die aktuelle Ausgabe des Familienreports2020 finden Sie unter www.bmfsfj.de/familienreport2020.

Quelle: fpd 773

„Hilfreiche Tipps und gute Argumente für eine geschlechtergerechte Sprache“

„Hilfreiche Tipps und gute Argumente für eine geschlechtergerechte Sprache“

02.02.2021

„Hilfreiche Tipps und gute Argumente für eine geschlechtergerechte Sprache“ kann man einer Handreichung entnehmen, die das Frauenreferat beim Magistrat der Stadt Frankfurt am Main veröffentlicht hat. Der Artikel, mit dem das Frauenreferat versucht eine Verwendung von geschlechtergerechter Sprache anzuregen, um „Klischees und Stereotype“ zu überwinden, finden Sie in gedruckter Form und online.
Ein Download ist hier möglich.

Quelle: fpd 772

„Gleichstellung soll im Wahljahr 2021 ganz oben auf der politischen Agenda stehen“

„Gleichstellung soll im Wahljahr 2021 ganz oben auf der politischen Agenda stehen“

26.01.2021

„Themen wie Arbeitsmarkt- und Steuerpolitik, Repräsentanz, Vereinbarkeit und Sorgearbeit, Gewalt sowie Strukturen für Gleichstellung stehen für fast alle der rund 60 Mitgliedsverbände des Deutschen Frauenrats aktuell im Vordergrund.“ Das verkündete der DF am 1. Dezember nach einer digitalen Versammlung der Vorsitzenden und Präsidentinnen seiner Mitgliedsverbände sowie des DF-Vorstands mit. Die Versammlung diente „strategisch zur Vorbereitung der Begleitung der Bundestagswahl 2021“. Außerdem wurde verkündet: „Große Einigkeit bestand darin, dass es dem DF 2020 gelungen ist, diese und weitere Themen zu setzen und trotz der widrigen Umstände erfolgreiche Lobbyarbeit im Sinne der Gleichstellung zu machen. Diesen Erfolg und den Schwung aus dem Treffen möchten wir gemeinsam mit ins neue und besondere Wahljahr 2021 nehmen und so mit vereinten Kräften dafür sorgen, dass Gleichstellung ganz oben auf der politischen Agenda steht.“

Quelle: fpd 772