Service- und Vernetzungsstelle
für Gleichstellungsbeauftragte in Rheinland-Pfalz

Equal Pay Day 2026: Lohngleichheit muss jeden Tag Realität werden

Am 27. Februar 2026 ist Equal Pay Day. Der Aktionstag macht symbolisch auf den Gender Pay Gap aufmerksam, der in Deutschland seit 2024 bei 16 Prozent liegt. Er zeigt damit, wie groß die Einkommenslücke zwischen Frauen und Männern weiterhin ist.

Unter dem Motto „equal pay every day“ rückt die Equal Pay Day Kampagne 2026 die Frage in den Mittelpunkt, wie sich die geschlechterspezifische Lohnlücke im Laufe des Lebens entwickelt. Von der Prägung durch Rollenbilder in Kindheit und Jugend über Berufswahl, Karrierewege und Familiengründung bis hin zur Rente und dem Risiko weiblicher Altersarmut wird deutlich: Gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Strukturen erschweren Lohngleichheit in nahezu allen Lebensphasen. Gleichzeitig zeigt die Kampagne auf, an welchen Stellschrauben angesetzt werden kann, um faire Bezahlung dauerhaft zu erreichen – nicht nur an einem Aktionstag, sondern an jedem Tag.

Es erscheint ebenfalls ein Podcast „Podcats – der Podcast zu equal pay“. Darin geht es um die Frage, was passieren muss, damit Frauen und Männer in Deutschland für gleiche und gleichwertige Arbeit endlich auch gleich bezahlt werden. Diskutiert werden unter anderem gerechte Bezahlung in der Arbeitswelt von morgen, kürzere Arbeitstage und ihre Auswirkungen auf Karrierechancen, Rollenbilder in Filmen und Serien sowie inklusive IT-Strukturen.

Quelle:
www.equalpayday.de/
Podcast

40 Jahre UN-Frauenrechtskonvention in Deutschland gewürdigt

Bundesfrauenministerin Karin Prien hat am 12. Dezember 2025 in Berlin das Jubiläum „40 Jahre Ratifizierung der UN-Frauenrechtskonvention“ mit mehr als 200 Gästen gefeiert. Sie erinnerte an zentrale Fortschritte der vergangenen Jahrzehnte – darunter die Gründung des Bundesfrauenministeriums, die Strafbarkeit von Vergewaltigung in der Ehe seit 1997 und die Einführung des Elterngeldes 2007.
In Podiumsdiskussionen und Workshops wurden aktuelle Herausforderungen wie der Schutz vor Gewalt, politische Teilhabe, wirtschaftliche Eigenständigkeit und Gleichstellung als Querschnittsaufgabe diskutiert. Die Konvention gilt weiterhin als wichtiges Instrument, besonders angesichts autoritärer Tendenzen, die Erfolge der Gleichstellung infrage stellen.

Quelle: Pressemitteilung BMBFSFJ

80. UN-Generalversammlung bekräftigt Engagement für Gleichstellung

Zum 30-jährigen Jubiläum der Pekinger Erklärung haben Staats- und Regierungschef*innen bei der 80. UN-Generalversammlung in New York ihr Bekenntnis zur Geschlechtergerechtigkeit erneuert. 106 Mitgliedsstaaten kündigten konkrete Maßnahmen an, darunter auch Deutschland mit Reformen zu Lohntransparenz und Schutz vor Gewalt. UN Women betonte die Chance, bestehende Willensbekundungen in verbindliche Taten zu übersetzen. Die Versammlung sendet damit ein starkes Signal: Gleichstellung bleibt zentral für Frieden, Entwicklung und Menschenrechte weltweit.

https://unwomen.de/ und Pressemitteilung

Bundesstiftung Gleichstellung diskutiert geschlechtergerechten Strukturwandel

Die Bundesstiftung Gleichstellung hat Mitte September mit Vertreter*innen aus Politik, Wissenschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft über die Chancen und Herausforderungen eines gleichstellungsorientierten Strukturwandels beraten. Kerstin Griese, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Arbeit und Soziales, betonte die Chance, durch den Wandel mehr Gleichberechtigung zu erreichen – etwa durch eine gerechtere Aufteilung von Sorgearbeit und gleiche Karrierechancen für Frauen. Stiftungsdirektorin Lisi Maier warnte vor einer „geschlechterblinden Strukturpolitik“ und forderte, den Wandel aktiv für neue gleichstellungspolitische Perspektiven in den Regionen zu nutzen.
Pressemitteilung: https://www.bundesstiftung-gleichstellung.de/2025/09/19/erfolgsfaktor-gleichstellung-strukturwandel-geschlechtergerecht-gestalten/

Gender Equality Strategy 2026–2030: Gleichstellung braucht klare Ziele und konsequente Umsetzung

Der Deutsche Juristinnenbund e.V. (djb) hat eine Stellungnahme zur geplanten EU Gender Equality Strategy 2026–2030 der Europäischen Kommission vorgelegt. In dieser Stellungnahme hinsichtlich der kommenden EU Gender Equality Strategy fordert der djb, dass die erzielten Fortschritte – etwa bei Entgelttransparenz, Gewaltschutz und Gleichstellung in Führungspositionen – aktiv verteidigt und weiterentwickelt werden. Dazu brauche es eine starke Rolle der Europäischen Kommission und eine klare politische und finanzielle Unterstützung von Gleichstellungsmaßnahmen in den Mitgliedstaaten.

Weitere Informationen und Link zur Stellungnahme unter: https://www.djb.de/presse/pressemitteilungen/detail/pm25-41

Gleichstellungskonferenz setzt starkes Zeichen für Demokratie und Schutz vor Gewalt

Auf der 35. Gleichstellungs- und Frauenministerkonferenz (GFMK) der Länder in Essen haben sich die Ministerinnen und Minister unter dem Vorsitz Nordrhein-Westfalens klar für die tatsächliche Gleichstellung von Frauen und Männern positioniert.
Ein zentrales Thema war die Umsetzung des neuen Gewalthilfegesetzes. Künftig soll eine zentrale Stelle eingerichtet werden, die Frauenhäuser unterstützt, wenn diese keine Plätze für gewaltbetroffene Frauen anbieten können. So soll bundesweit schnell und unkompliziert ein sicherer Schutzraum vermittelt werden.
Mit der einstimmig verabschiedeten „Essener Erklärung“ bekräftigen die Länder zudem den verfassungsrechtlichen Auftrag zur Gleichstellung als Grundpfeiler einer lebendigen Demokratie. Besonders betont wurde die Bedeutung kommunaler Gleichstellungsbeauftragter im Kampf gegen antifeministische und antidemokratische Tendenzen.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.gleichstellungsministerkonferenz.de/Startseite.html