30.06.2026 | 2026, Gewalt gegen Frauen und Mädchen
Rheinland-Pfalz stärkt den Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexualisierter Gewalt: Zum 1. Juli tritt Anette Diehl ihr Amt als erste unabhängige Landesbeauftragte gegen sexualisierte Gewalt an Kindern und Jugendlichen an. Die Stelle wurde im Rahmen des Pakts gegen sexualisierte Gewalt geschaffen und ist bundesweit einzigartig – Rheinland-Pfalz ist das erste Bundesland mit einer gesetzlich verankerten unabhängigen Beauftragtenstelle. Diehl soll Prävention, Intervention und Aufarbeitung weiterentwickeln, die Zusammenarbeit verschiedener Akteure stärken und die Perspektiven Betroffener stärker einbeziehen. Familienministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler sprach von einem „deutlichen Zeichen“ für dauerhaft verankerte Schutzstrukturen.
Quelle: https://masffj.rlp.de/service/presse/detail/rheinland-pfalz-staerkt-den-schutz-von-kindern-und-jugendlichen-vor-sexualisierter-gewalt-anette-diehl-startet-als-erste-unabhaengige-landesbeauftragte
24.06.2026 | 2026, Gewalt gegen Frauen und Mädchen
Die Vorsitzende der dbb bundesfrauenvertretung, Milanie Kreutz, wurde vom Bundesfamilienministerium in den Fachbeirat des Bündnisses gegen Sexismus berufen. Das Bündnis, dem rund 1.000 Mitglieder aus Verbänden, Wirtschaft, Sport und weiteren gesellschaftlichen Bereichen angehören, hat sich am 16. Juni 2026 in Berlin konstituiert.
Im Mittelpunkt der ersten Sitzung stand das Thema Sexismus am Arbeitsplatz. Kreutz betonte, dass sexistische Erfahrungen häufig dazu führen, dass Frauen sich aus dem Berufsleben zurückziehen und dadurch sowohl den Betroffenen als auch Wirtschaft und Gesellschaft Schaden entsteht. Als wichtige Gegenmaßnahmen nannte sie mehr Frauen in Führungspositionen sowie die Stärkung von Betriebs- und Personalräten.
Zugleich appellierte Kreutz an Männer, sich aktiv gegen Sexismus einzusetzen: „Respekt kennt kein Geschlecht. Wir brauchen mehr Männer, die mit veralteten Rollenvorstellungen und sexistischen Klischees brechen und andere als Mitstreiter gewinnen.“
Quelle: https://www.dbb-frauen.de/artikel/respekt-kennt-kein-geschlecht.html
3.06.2026 | 2026, Frauen und Gesellschaft, Frauen und Politik, Gewalt gegen Frauen und Mädchen
Dr. Petra Volke ist in die Expertengruppe des Europarats zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt (GREVIO) gewählt worden. Die Familienrichterin wird ihre Tätigkeit in dem unabhängigen Gremium im September 2026 aufnehmen.
Mit ihrer Wahl setzt sich die deutsche Kandidatin gegen zahlreiche Mitbewerberinnen und Mitbewerber durch. GREVIO überwacht die Umsetzung der Istanbul-Konvention in den Vertragsstaaten und entwickelt Empfehlungen zur Verbesserung des Schutzes vor geschlechtsspezifischer und häuslicher Gewalt.
Bundesfrauenministerin Karin Prien würdigte die Wahl als Anerkennung von Volkes fachlicher Expertise und ihres langjährigen Engagements für Menschenrechte, Gleichstellung und Gewaltschutz. Deutschland wird damit künftig wieder in dem wichtigen Expertengremium vertreten sein.
Quelle: Pressemitteilung des BMBFSFJ
19.05.2026 | 2026, Gewalt gegen Frauen und Mädchen
Rheinland-Pfalz stärkt den Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexualisierter Gewalt: Mit Anette Diehl wurde erstmals eine unabhängige Landesbeauftragte gegen sexualisierte Gewalt bestellt. Die neue Stelle ist Teil des „Pakts gegen sexualisierte Gewalt“ und soll Prävention, Intervention sowie die Beteiligung Betroffener dauerhaft stärken. Rheinland-Pfalz ist damit das erste Bundesland, das eine solche unabhängige Beauftragtenstelle gesetzlich verankert hat. Die Landesbeauftragte wird künftig Maßnahmen koordinieren, die ressortübergreifende Zusammenarbeit ausbauen und die Umsetzung zentraler Handlungsempfehlungen begleiten. Auch der Landesbetroffenenrat begrüßte die Entscheidung als wichtigen Fortschritt für Schutz und Beteiligung von Betroffenen.
Quelle: https://mffki.rlp.de/service/presse/detail/rheinland-pfalz-staerkt-schutz-vor-sexualisierter-gewalt-anette-diehl-wird-landesbeauftragte
6.05.2026 | 2026, Frauen in Wirtschaft und dem Öffentlichen Dienst, Gewalt gegen Frauen und Mädchen
Eine aktuelle Studie des Bündnis „Gemeinsam gegen Sexismus“ zeigt das Ausmaß von Sexismus im Berufsleben: 63 Prozent der Erwerbstätigen in Deutschland haben im Laufe ihrer Karriere entsprechende Erfahrungen gemacht. Besonders betroffen sind Frauen (70 Prozent) sowie trans, inter und nicht-binäre Personen (81 Prozent), aber auch 52 Prozent der Männer berichten von Vorfällen.
Die am 4. Mai 2026 veröffentlichte Studie „Sexismus am Arbeitsplatz“ liefert erstmals repräsentative Daten zu Erscheinungsformen, Verbreitung und Folgen. Viele Betroffene leiden unter emotionalen (41 Prozent), psychischen (31 Prozent) und körperlichen (24 Prozent) Belastungen, was sich auch negativ auf Arbeitszufriedenheit und Betriebsklima auswirkt.
Auffällig ist die geringe Nutzung offizieller Beschwerdewege: Nur wenige wenden sich an Vorgesetzte oder interne Anlaufstellen. Stattdessen bewältigen viele die Situation allein oder im privaten Umfeld.
Als wichtige Maßnahmen nennt die Studie mehr Sensibilisierung, klare Verantwortlichkeiten von Führungskräften sowie transparente Beschwerdestrukturen. Zudem wird empfohlen, Männer gezielt einzubeziehen und als Verbündete zu stärken.
Studie: https://www.bmbfsfj.bund.de/bmbfsfj/aktuelles/alle-meldungen/neue-studie-zeigt-ausmass-und-folgen-von-sexismus-am-arbeitsplatz-285462
Quelle: https://gemeinsam-gegen-sexismus.de/sexismus-am-arbeitsplatz-studie/
8.04.2026 | 2026, Frauen und Gesellschaft, Gewalt gegen Frauen und Mädchen
Das Bundesfrauenministerium hat am 7. April ein neues Förderverfahren für Modellprojekte zur Prävention von geschlechtsspezifischer und häuslicher Gewalt gestartet. Träger können sich noch bis zum 15. Mai bewerben.
Gefördert werden insbesondere Projekte in den Bereichen Bildung, Täterarbeit, sozialraumorientierte Ansätze und digitale Gewaltprävention. Grundlage ist eine zuvor durchgeführte Bedarfsanalyse (2023–2025), die bestehende Maßnahmen bewertet und Empfehlungen für zukünftige Strategien entwickelt hat.
Mit den neuen Modellprojekten sollen Präventionsmaßnahmen wissenschaftlich fundiert weiter ausgebaut und im Einklang mit internationalen Vorgaben wie der Istanbul-Konvention umgesetzt werden.
Quelle: https://www.bmbfsfj.bund.de/bmbfsfj/aktuelles/alle-meldungen/neues-interessenbekundungsverfahren-gestartet-282720