24.03.2026 | 2026, Frauen und Gesellschaft, Frauen und Politik, Gewalt gegen Frauen und Mädchen
Der Deutscher Juristinnenbund e.V. (djb) fordert umfassende gesetzliche Reformen, da Betroffene von digitaler Gewalt bislang oft unzureichend geschützt sind. Digitale Übergriffe wie Revenge Porn oder Deepfakes verletzen massiv die Rechte der Betroffenen – vor allem von Frauen – und müssten konsequent strafrechtlich verfolgt werden. Auch Plattformen und KI-Systeme sollen stärker reguliert werden.
Auch Bundesjustizministerin Stefanie Hubig hat bereits Handlungsbedarf signalisiert. Der Tenor: Digitale Gewalt ist reale Gewalt – und braucht endlich wirksame gesetzliche Antworten.
Zusätzliche Aufmerksamkeit erhält das Thema durch eine breite Initiative aus Politik und Zivilgesellschaft: Mehr als 250 Frauen haben ein Zehn-Punkte-Papier für strengere Maßnahmen gegen digitale sexualisierte Gewalt unterzeichnet.
Zu den zentralen Forderungen zählen die Strafbarkeit nicht-einvernehmlicher sexualisierter Deepfakes, ein Verbot sogenannter „Nudify-Apps“ sowie strengere Pflichten für Plattformen, entsprechende Inhalte schnell zu löschen. Zudem sollen Betroffene klare Rechtsansprüche auf Auskunft, Löschung und die Identifizierung der Täter erhalten.
Quellen:
djb Stellungnahme „Zugang zu Recht in Fällen digitaler Gewalt“: https://www.djb.de/presse/stellungnahmen/detail/26-06d
tagesschau „Fall Collien Fernandes – Zehn Forderungen gegen sexualisierte Gewalt“: https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/aufruf-sexualisierte-gewalt-frauen-100.html
24.03.2026 | 2026, Frauen in Wirtschaft und dem Öffentlichen Dienst, Frauen und Gesellschaft, Frauen und Politik
Beim 13. dbb-Bundesfrauenkongress haben Vertreterinnen aus Politik und öffentlichem Dienst mehr Einsatz für die Gleichstellung von Frauen gefordert. Milanie Kreutz, Vorsitzende der dbb bundesfrauenvertretung, betonte, dass gerade in Krisenzeiten die Perspektiven von Frauen unverzichtbar seien. Gleichberechtigung sei kein Hindernis, sondern ein entscheidender Faktor zur Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen und zur Stärkung der Demokratie.
Auch Bundesjustizministerin Dr. Stefanie Hubig unterstrich die Bedeutung weiblicher Repräsentanz in der Politik. Mehr Frauen in Parlamenten verbesserten nicht nur die Legitimation demokratischer Entscheidungen, sondern sorgten auch dafür, dass zentrale Themen wie Mutterschutz, Sorgearbeit und Gewalt gegen Frauen stärker in den Fokus rücken.
Angesichts zunehmender Bedrohungen für Frauenrechte weltweit riefen beide dazu auf, Gleichstellung entschlossen voranzutreiben und Frauen stärker an politischen Entscheidungen zu beteiligen.
Quelle: https://www.dbb-frauen.de/artikel/gleichstellung-jetzt-erst-recht.html
14.01.2026 | 2026, Frauen in Wirtschaft und dem Öffentlichen Dienst, Frauen und Gesellschaft, Frauen und Politik
Am 27. Februar 2026 ist Equal Pay Day. Der Aktionstag macht symbolisch auf den Gender Pay Gap aufmerksam, der in Deutschland seit 2024 bei 16 Prozent liegt. Er zeigt damit, wie groß die Einkommenslücke zwischen Frauen und Männern weiterhin ist.
Unter dem Motto „equal pay every day“ rückt die Equal Pay Day Kampagne 2026 die Frage in den Mittelpunkt, wie sich die geschlechterspezifische Lohnlücke im Laufe des Lebens entwickelt. Von der Prägung durch Rollenbilder in Kindheit und Jugend über Berufswahl, Karrierewege und Familiengründung bis hin zur Rente und dem Risiko weiblicher Altersarmut wird deutlich: Gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Strukturen erschweren Lohngleichheit in nahezu allen Lebensphasen. Gleichzeitig zeigt die Kampagne auf, an welchen Stellschrauben angesetzt werden kann, um faire Bezahlung dauerhaft zu erreichen – nicht nur an einem Aktionstag, sondern an jedem Tag.
Es erscheint ebenfalls ein Podcast „Podcats – der Podcast zu equal pay“. Darin geht es um die Frage, was passieren muss, damit Frauen und Männer in Deutschland für gleiche und gleichwertige Arbeit endlich auch gleich bezahlt werden. Diskutiert werden unter anderem gerechte Bezahlung in der Arbeitswelt von morgen, kürzere Arbeitstage und ihre Auswirkungen auf Karrierechancen, Rollenbilder in Filmen und Serien sowie inklusive IT-Strukturen.
Quelle:
www.equalpayday.de/
Podcast
6.01.2026 | 2026, Frauen und Gesellschaft, Frauen und Politik
Bundesfrauenministerin Karin Prien hat am 12. Dezember 2025 in Berlin das Jubiläum „40 Jahre Ratifizierung der UN-Frauenrechtskonvention“ mit mehr als 200 Gästen gefeiert. Sie erinnerte an zentrale Fortschritte der vergangenen Jahrzehnte – darunter die Gründung des Bundesfrauenministeriums, die Strafbarkeit von Vergewaltigung in der Ehe seit 1997 und die Einführung des Elterngeldes 2007.
In Podiumsdiskussionen und Workshops wurden aktuelle Herausforderungen wie der Schutz vor Gewalt, politische Teilhabe, wirtschaftliche Eigenständigkeit und Gleichstellung als Querschnittsaufgabe diskutiert. Die Konvention gilt weiterhin als wichtiges Instrument, besonders angesichts autoritärer Tendenzen, die Erfolge der Gleichstellung infrage stellen.
Quelle: Pressemitteilung BMBFSFJ