Service- und Vernetzungsstelle
für Gleichstellungsbeauftragte in Rheinland-Pfalz

Junge Frauen wünschen sich mehr Informationen zu Hormonen

Hormone steuern fast alles im Körper – von Stoffwechsel über Fruchtbarkeit bis zur Stimmung. Doch viele Frauen fühlen sich im Alltag mit ihrem Wissen darüber allein gelassen. Das zeigt eine aktuelle Forsa-Umfrage im Auftrag der IKK classic. Fast jede zweite Frau (46 Prozent) wünscht sich mehr Informationen zu Hormonen und ihrer Wirkung. Besonders deutlich ist der Wissensdurst bei jungen Frauen: In der Altersgruppe der 18- bis 29-Jährigen sind es sogar 69 Prozent, bei den 30- bis 39-Jährigen 57 Prozent. Der Wunsch nach mehr Information nimmt zwar mit steigendem Alter ab (40-54 Jahre: 41 Prozent), hält sich aber mit etwas unter einem Drittel (31 Prozent) in der ältesten Befragungsgruppe (55-70 Jahre) immer noch auf einem hohen Niveau.

Weitere Informationen: https://www.ikk-classic.de/presse/studien/Forsa-Umfrage-Hormone

Arbeitszeit pro Kopf erreicht Höchststand – Zuwachs vor allem durch Frauen

Die durchschnittliche Arbeitszeit pro Kopf in Deutschland hat ein neues Rekordniveau erreicht. Laut aktuellen Analysen des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB) arbeiten Menschen im Alter von 20 bis 64 Jahren derzeit im Schnitt knapp 29 Stunden pro Woche – so viel wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr.

In die Berechnung flossen alle Personen dieser Altersgruppe ein, unabhängig davon, ob sie erwerbstätig sind oder nicht. Besonders stark zeigt sich der Anstieg bei Frauen: Ihre durchschnittliche Wochenarbeitszeit pro Kopf ist in den vergangenen 15 Jahren deutlich gestiegen. Bei Männern hingegen liegt der Wert seit den frühen 1990er-Jahren nahezu konstant auf ähnlichem Niveau.

Pressemitteilung: https://www.bib.bund.de/DE/Presse/Mitteilungen/2025/2025-08-12-Arbeitszeit-pro-Kopf-auf-Rekordhoch-Anstieg-wird-von-Frauen-getragen.html

„Meldestelle Antifeminismus“: Kurzbericht 2024

Die „Meldestelle Antifeminismus“ veröffentlichte im August 2025 den Kurzbericht für das Jahr 2024 und meldete gleichzeit ein trauriges Rekordhoch.
Die Meldestelle registrierte im Jahr 2024 insgesamt 558 antifeministische Vorfälle. Dies entspricht einem Anstieg um 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Angriffe reichen von Beleidigung, Bedrohung und Hasskampagnen über Körperverletzung und Brandstiftung bis hin zu systematischer digitaler sexualisierter Gewalt.

Weitere Informationen zur Meldestelle: https://antifeminismus-melden.de/
Link zum Kurzbericht 2024: https://antifeminismus-melden.de/wp-content/uploads/sites/7/2025/08/Antifeminismus2024_KurzberichtMeldestelle_LOLAeV2025_WEB.pdf

Frauen beantragen deutlich häufiger Kinderkrankengeld als Männer

Frauen greifen nach wie vor deutlich öfter auf Kinderkrankengeld zurück als Männer. Das zeigt eine aktuelle Auswertung der BARMER. Demnach stellten Frauen im Jahr 2024 rund 296.000 Anträge auf die Leistung – fast dreimal so viele wie Männer, die etwa 109.000 Anträge einreichten.
„Dass Frauen das Kinderkrankengeld deutlich häufiger in Anspruch nehmen als Männer, spiegelt augenscheinlich die fortbestehende ungleiche Verteilung der familiären Betreuungsverantwortung wider“, erklärt Prof. Dr. med. Christoph Straub, Vorstandsvorsitzender der BARMER.

Weitere Informationen zur Analyse finden Sie unter: https://www.barmer.de/presse/presseinformationen/pressearchiv/barmer-analyse-antraege-auf-kinderkrankengeld-haeufiger-von-frauen-1365772

30 Jahre Landesgleichstellungsgesetz – Eine Erfolgsgeschichte für die Gleichstellung in Rheinland-Pfalz

Am 11. Juli feiert das Landesgleichstellungsgesetz (LGG) Rheinland-Pfalz sein 30-jähriges Bestehen. Ziel des LGG war und ist es, die Gleichstellung von Frauen und Männern in allen Bereichen und auf allen Hierarchieebenen des öffentlichen Dienstes in Rheinland-Pfalz zu erreichen. Seit seiner Einführung im Jahr 1995 hat es die Gleichstellung von Frauen im Verwaltungsdienst nachweislich gefördert.

Die Pressemitteilung des MFFKI mit mehr Informationen, finden Sie hier hier: Pressemitteilung zu „30 Jahre LGG“

Jahresbericht 2024 der Antidiskriminierungsstelle des Bundes

Der Jahresbericht 2024 der Antidiskriminierungsstelle des Bundes ist im Juni 2025 erschienen.
Dort werden die wichtigsten Eckdaten zu Beratungs(anfragen) zusammengefasst. Im Jahr 2024 gab es über 11.000 Beratungsanfragen (genau 11.405), wovon 3.858 Rassismus, Antisemitismus und Diskriminierung aufgrund der ethnischen Herkunft behandelten, sowie 2.478 Anfragen zu Diskriminierung aufgrund einer Behinderung und 2.133 Anfragen wegen geschlechtlicher Diskriminierung, die Hälfte davon wegen Sexismus. 3.002 Anfragen davon bezogen sich auf den Bereich des Arbeitsmarktes. Beide Bereiche, Rassismus und Diskriminierung aufgrund des Geschlechts und der Geschlechtsidentität, nehmen stetig zu. Auch werden Themen behandelt wie sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz, der Gender-Pay-Gap, aber auch Programme, die dabei unterstützen sollen gegen diese Diskriminierung vorzugehen.

Jahresbericht 2024 der Antidiskriminierungsstelle des Bundes: https://www.antidiskriminierungsstelle.de/SharedDocs/downloads/DE/publikationen/Jahresberichte/2024.html