14.01.2026 | 2026, Frauen in Wirtschaft und dem Öffentlichen Dienst, Frauen und Gesellschaft, Frauen und Politik
Am 27. Februar 2026 ist Equal Pay Day. Der Aktionstag macht symbolisch auf den Gender Pay Gap aufmerksam, der in Deutschland seit 2024 bei 16 Prozent liegt. Er zeigt damit, wie groß die Einkommenslücke zwischen Frauen und Männern weiterhin ist.
Unter dem Motto „equal pay every day“ rückt die Equal Pay Day Kampagne 2026 die Frage in den Mittelpunkt, wie sich die geschlechterspezifische Lohnlücke im Laufe des Lebens entwickelt. Von der Prägung durch Rollenbilder in Kindheit und Jugend über Berufswahl, Karrierewege und Familiengründung bis hin zur Rente und dem Risiko weiblicher Altersarmut wird deutlich: Gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Strukturen erschweren Lohngleichheit in nahezu allen Lebensphasen. Gleichzeitig zeigt die Kampagne auf, an welchen Stellschrauben angesetzt werden kann, um faire Bezahlung dauerhaft zu erreichen – nicht nur an einem Aktionstag, sondern an jedem Tag.
Es erscheint ebenfalls ein Podcast „Podcats – der Podcast zu equal pay“. Darin geht es um die Frage, was passieren muss, damit Frauen und Männer in Deutschland für gleiche und gleichwertige Arbeit endlich auch gleich bezahlt werden. Diskutiert werden unter anderem gerechte Bezahlung in der Arbeitswelt von morgen, kürzere Arbeitstage und ihre Auswirkungen auf Karrierechancen, Rollenbilder in Filmen und Serien sowie inklusive IT-Strukturen.
Quelle:
www.equalpayday.de/
Podcast
14.11.2025 | 2025, Frauen in Wirtschaft und dem Öffentlichen Dienst, Veranstaltungen
Die Bundesstiftung Gleichstellung setzt ihre digitale Veranstaltungsreihe „Gleichstellungs-Lunch“ fort und lädt am 19. November 2025 um 13:00 Uhr zum nächsten Termin ein. Im Mittelpunkt steht dieses Mal das Thema „Feministische Führungskultur – ein Weg zur geschlechtergerechteren Organisationsentwicklung“.
Arbeitswelten und Organisationsstrukturen sind noch immer von geschlechterstereotypen Vorstellungen von Führung, Macht und Leistung geprägt. Eine feministische Führungskultur soll hier ansetzen: Sie bietet ein Zukunftsmodell für diskriminierungssensible Arbeitsumgebungen, fördert Geschlechtergerechtigkeit in Organisationen und unterstützt damit langfristig gesellschaftliche Veränderungsprozesse.
Impulse dazu gibt Sarah Clasen aus dem Bereich Wissen, Beratung, Innovation der Bundesstiftung Gleichstellung. Teilnehmerinnen und Teilnehmer können sich bereits im Vorfeld durch die Selbstlernreise „Feministische Führungskultur“ mit dem Thema vertraut machen.
Der digitale Gleichstellungs-Lunch informiert alle 14 Tage kompakt über aktuelle Entwicklungen der Gleichstellungspolitik und -forschung. In nur 25 Minuten erhalten Interessierte Denkanstöße und praktische Informationen für Arbeitsalltag, Ehrenamt, Ausbildung oder Studium. Mitarbeitende der Stiftung geben Einblicke in Studien, politische Konzepte sowie relevante Gesetzesvorhaben.
Aufgrund des großen Interesses findet das Format derzeit über Zoom statt. Die Teilnahme ist sowohl über das Programm als auch über die meisten gängigen Internetbrowser möglich.
Möglichkeit zur Anmeldung und „Selbstlernreise Feministische Führungskultur“.
10.11.2025 | 2025, Frauen in Wirtschaft und dem Öffentlichen Dienst, Frauen und Gesellschaft
Deutschland hinkt bei der Umsetzung der EU-Richtlinie zur Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben weiter hinterher. Obwohl die Vorgaben bereits bis August 2022 hätten umgesetzt sein müssen, lässt die Bundesregierung weiterhin auf sich warten.
„Deutschland sucht seit Jahren nach Ausflüchten“, kritisierte Synnöve Nüchter, Vorsitzende der CESI FEMM. Sie betonte, die Regierung sei rechtlich verpflichtet, die Mindeststandards endlich umzusetzen – darunter die zehntägige bezahlte Freistellung für das zweite Elternteil nach der Geburt. Diese sei ein zentraler Baustein echter Gleichstellung, so Nüchter.
Die CESI FEMM warnt, dass mangelnde Vereinbarkeit nicht nur Familien, sondern auch Wirtschaft und Gesellschaft schwächt. Fehlende Unterstützungsstrukturen führten dazu, dass viele gut ausgebildete Frauen auf Kinder verzichten. „Familienpolitik ist Zukunftssicherung, Standort- und Wirtschaftspolitik zugleich“, mahnte Nüchter.
CESI FEMM
Die FEMM ist die Kommission für Frauenrechte und Geschlechtergleichheit innerhalb des europäischen Verbands unabhängiger Gewerkschaften (CESI).
Quelle: www.dbb-frauen.de/artikel/familien-brauchen-vereinbarkeit-jetzt-nicht-2027.html
10.11.2025 | 2025, Frauen in Wirtschaft und dem Öffentlichen Dienst
Nach Jahren des Fortschritts stagniert der Frauenanteil in den Vorständen deutscher börsennotierter Unternehmen. Laut dem aktuellen Bericht der AllBright Stiftung ist zum 1. September 2025 – wie bereits im Vorjahr – nur jeder fünfte Vorstandsposten mit einer Frau besetzt. Besonders alarmierend: Der Anteil von Frauen unter den neu berufenen Vorstandsmitgliedern ist stark gefallen – von 37 Prozent vor zwei Jahren auf nur noch 20 Prozent.
Damit droht Deutschland im internationalen Vergleich weiter zurückzufallen und verliert zunehmend den Anschluss an Länder wie Großbritannien, wo Frauen in Toppositionen deutlich stärker vertreten sind.
ALLBRIGHT Bericht November 2025: Krisenlähmung – Stillstand beim Frauenanteil in den Vorständen
4.11.2025 | 2025, Frauen in Wirtschaft und dem Öffentlichen Dienst
Im Oktober 2025 hat das Ministerium für Familie, Frauen, Kultur und Integration (MFFKI) ein Rundschreiben zu den Beteiligungsrechten der Gleichstellungsbeauftragten nach dem Landesgleichstellungsgesetz (LGG) an die obersten Landesbehörden, den Landtag, den Rechnungshof sowie den Interministeriellen Ausschuss für Frauenfragen versendet.
Das Schreiben erinnert die Dienststellen an die zentrale Bedeutung der rechtzeitigen und umfassenden Beteiligung der Gleichstellungsbeauftragten bei allen personellen, organisatorischen und sozialen Maßnahmen mit Gleichstellungsbezug. Es fasst die wesentlichen Mitwirkungs-, Informations- und Beteiligungsrechte gemäß §§ 20–25 LGG zusammen und verweist ergänzend auf das Handbuch zum Landesgleichstellungsgesetz, das detaillierte Erläuterungen und Praxisbeispiele bietet.
Mit dem Rundschreiben reagiert das Frauenministerium auf wiederkehrende Nachfragen aus der Praxis sowie auf Ergebnisse aus dem 6. Bericht der Landesregierung zur Umsetzung des LGG, die deutlich machten, dass Gleichstellungsbeauftragte häufig nicht oder nicht rechtzeitig in Entscheidungsprozesse einbezogen werden. Ziel ist es, die konsequente Anwendung der gesetzlichen Beteiligungsrechte zu stärken und die gleichstellungsorientierte Verwaltungsarbeit weiter zu verbessern.
Das Rundschreiben finden Sie hier: Rundschreiben Beteiligung der Gleichstellungsbeauftragten
22.10.2025 | 2025, Frauen in Wirtschaft und dem Öffentlichen Dienst
Am 11. Juli dieses Jahres feierte Rheinland-Pfalz das 30-jährige Bestehen des Landesgleichstellungsgesetzes (LGG). Seit seiner Einführung verfolgt das LGG das Ziel, die tatsächliche Gleichberechtigung von Frauen und Männern im öffentlichen Dienst zu verwirklichen und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie nachhaltig zu fördern.
Ein Blick auf die aktuellen Daten zeigt: Die Fortschritte sind sichtbar. Laut dem 6. Bericht der Landesregierung liegt der Frauenanteil in Führungspositionen mittlerweile bei 41 Prozent – ein Wert, der sich im Vergleich zu den Anfangsjahren mehr als verdoppelt hat. Im ersten Bericht nach Inkrafttreten des LGG lag der Anteil noch bei deutlich unter 20 Prozent.
Eine zentrale Rolle bei der Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben spielen die Gleichstellungsbeauftragten in den Dienststellen. Ihre frühzeitige und umfassende Beteiligung an Entscheidungsprozessen ist entscheidend, um die Ziele des Gesetzes wirksam zu verankern und weiter voranzubringen. Sie sind wichtige Partnerinnen auf dem Weg zu mehr Chancengerechtigkeit und zu einer modernen, familienfreundlichen Verwaltungskultur.
Quelle: Ministerium für Familie, Frauen, Kultur und Integration