Service- und Vernetzungsstelle
für Gleichstellungsbeauftragte in Rheinland-Pfalz

dbb frauen fordern Gleichberechtigung und soziale Sicherheit

Auf der Hauptversammlung der dbb frauen hat dbb-Bundesvorsitzender Volker Geyer die Bedeutung des öffentlichen Dienstes für die Verteidigung demokratischer Werte betont. „Der öffentliche Dienst ist das Bollwerk gegen Extremismus und Garant unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung“, sagte Geyer. Ein zentrales Element sei dabei die Gleichberechtigung von Frauen und Männern.
Laut aktuellem dbb Monitor sind 58,61 Prozent der Beschäftigten im öffentlichen Dienst Frauen, unter den Teilzeitbeschäftigten liegt ihr Anteil sogar bei 83,72 Prozent. Geyer forderte, überkommene Rollenbilder entschieden zurückzuweisen und gleichberechtigte Teilhabe zu fördern.
Milanie Kreutz, Vorsitzende der dbb bundesfrauenvertretung, warnte vor den sozialen Folgen von Teilzeitarbeit: Wer dauerhaft in Teilzeit arbeite, riskiere geringere Versorgungsansprüche im Alter. Sie forderte eine regelmäßige Versorgungsauskunft auch für Beamtinnen und Beamte: „Das ist gelebte Fürsorgepflicht und stärkt das Vertrauen in den öffentlichen Dienst.“

Weitere Informationen unter: https://www.dbb.de/artikel/ganz-im-sinne-des-grundgesetzes-gleichberechtigung.html

Impulswoche Frau und Beruf vom 10.-14.11.2025

Vom 10. November 2025 bis 14. November 2025 findet erneut die Impulswoche „Frau und Beruf“ in Rheinland-Pfalz statt.
Die sechs Beratungsstellen Frau und Beruf haben gemeinsam mit Arbeit und Leben gGmbH ein vielseitiges Programm entwickelt. Die Veranstaltungen und Workshops finden Online oder in Präsenz statt.

Mehr Informationen finden Sie im Flyer.

Arbeitszeit pro Kopf erreicht Höchststand – Zuwachs vor allem durch Frauen

Die durchschnittliche Arbeitszeit pro Kopf in Deutschland hat ein neues Rekordniveau erreicht. Laut aktuellen Analysen des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB) arbeiten Menschen im Alter von 20 bis 64 Jahren derzeit im Schnitt knapp 29 Stunden pro Woche – so viel wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr.

In die Berechnung flossen alle Personen dieser Altersgruppe ein, unabhängig davon, ob sie erwerbstätig sind oder nicht. Besonders stark zeigt sich der Anstieg bei Frauen: Ihre durchschnittliche Wochenarbeitszeit pro Kopf ist in den vergangenen 15 Jahren deutlich gestiegen. Bei Männern hingegen liegt der Wert seit den frühen 1990er-Jahren nahezu konstant auf ähnlichem Niveau.

Pressemitteilung: https://www.bib.bund.de/DE/Presse/Mitteilungen/2025/2025-08-12-Arbeitszeit-pro-Kopf-auf-Rekordhoch-Anstieg-wird-von-Frauen-getragen.html

Frauen beantragen deutlich häufiger Kinderkrankengeld als Männer

Frauen greifen nach wie vor deutlich öfter auf Kinderkrankengeld zurück als Männer. Das zeigt eine aktuelle Auswertung der BARMER. Demnach stellten Frauen im Jahr 2024 rund 296.000 Anträge auf die Leistung – fast dreimal so viele wie Männer, die etwa 109.000 Anträge einreichten.
„Dass Frauen das Kinderkrankengeld deutlich häufiger in Anspruch nehmen als Männer, spiegelt augenscheinlich die fortbestehende ungleiche Verteilung der familiären Betreuungsverantwortung wider“, erklärt Prof. Dr. med. Christoph Straub, Vorstandsvorsitzender der BARMER.

Weitere Informationen zur Analyse finden Sie unter: https://www.barmer.de/presse/presseinformationen/pressearchiv/barmer-analyse-antraege-auf-kinderkrankengeld-haeufiger-von-frauen-1365772

Gleichstellungskonferenz setzt starkes Zeichen für Demokratie und Schutz vor Gewalt

Auf der 35. Gleichstellungs- und Frauenministerkonferenz (GFMK) der Länder in Essen haben sich die Ministerinnen und Minister unter dem Vorsitz Nordrhein-Westfalens klar für die tatsächliche Gleichstellung von Frauen und Männern positioniert.
Ein zentrales Thema war die Umsetzung des neuen Gewalthilfegesetzes. Künftig soll eine zentrale Stelle eingerichtet werden, die Frauenhäuser unterstützt, wenn diese keine Plätze für gewaltbetroffene Frauen anbieten können. So soll bundesweit schnell und unkompliziert ein sicherer Schutzraum vermittelt werden.
Mit der einstimmig verabschiedeten „Essener Erklärung“ bekräftigen die Länder zudem den verfassungsrechtlichen Auftrag zur Gleichstellung als Grundpfeiler einer lebendigen Demokratie. Besonders betont wurde die Bedeutung kommunaler Gleichstellungsbeauftragter im Kampf gegen antifeministische und antidemokratische Tendenzen.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.gleichstellungsministerkonferenz.de/Startseite.html

Zentrale Befunde zu aktuellen Arbeitsmarktthemen 2025

In den kommenden Jahren werden Digitalisierung und Künstliche Intelligenz, Dekarbonisierung und demografischer Wandel den Arbeitsmarkt erheblich verändern. Gleichzeitig wird eine Deindustrialisierung Deutschlands befürchtet. Handlungsbedarf besteht beispielsweise bei der Sicherung des Arbeitskräftebedarfs – und damit verbunden bei den Themen Aus- und Weiterbildung –, bei der Reduzierung der Arbeitslosigkeit und insbesondere der Langzeitarbeitslosigkeit sowie bei der sozialen Absicherung von Solo-Selbständigen.
Zu diesen und weiteren Themen fasst die Broschüre „Zentrale Befunde zu aktuellen Arbeitsmarkt-Themen 2025“, herausgegeben vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), die zentralen wissenschaftlichen Befunde zusammen. Weiter bietet sie Handlungsempfehlungen für die Arbeitsmarktpolitik, die aus den wissenschaftlichen Befunden abgeleitet wurden.

IAB-Broschüre: https://doku.iab.de/grauepap/2025/Zentrale_Befunde_zu_aktuellen_Arbeitsmarktthemen_2025.pdf