14.07.2026 | 2026, Frauen in Wirtschaft und dem Öffentlichen Dienst, Frauen und Gesellschaft
Die dbb bundesfrauenvertretung kritisiert die geplante Kürzung des Unterhaltsvorschusses vom 18. auf das 15. Lebensjahr scharf. Statt bei Alleinerziehenden und ihren Kindern zu sparen, müsse die Politik ausstehende Unterhaltszahlungen konsequenter eintreiben. Nach Angaben der dbb frauen wurden 2025 lediglich 17 Prozent der säumigen Unterhaltsforderungen vollstreckt.
Die geplante Regelung treffe vor allem Frauen, da die Mehrheit der Alleinerziehenden Mütter seien. Die dbb frauen fordern deshalb, die zuständigen Behörden personell und organisatorisch besser auszustatten, um offene Unterhaltsforderungen wirksamer durchzusetzen. Zudem müsse berücksichtigt werden, dass die finanzielle Belastung mit zunehmendem Alter der Kinder steige und eine Kürzung des Unterhaltsvorschusses gerade Familien mit älteren Kindern besonders hart treffen würde.
Quelle: https://www.dbb-frauen.de/artikel/politik-spart-bei-alleinerziehenden-statt-die-verwaltung-zu-staerken.html
14.07.2026 | 2026, Frauen und Gesellschaft
Der Deutsche Juristinnenbund (djb) warnt vor politischen Bestrebungen, die Rolle des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) einzuschränken. Trotz des klaren Bekenntnisses der Mitgliedstaaten des Europarats zur Europäischen Menschenrechtskonvention und zum EGMR in der Chişinău-Erklärung sieht der djb die Gefahr, dass anhaltende Angriffe auf den Gerichtshof den Schutz der Menschenrechte in Europa insgesamt schwächen.
Besonders Frauen seien auf einen starken und unabhängigen EGMR angewiesen, da dessen Rechtsprechung maßgeblich zur Gleichstellung sowie zum Schutz vor geschlechtsspezifischer Gewalt beigetragen habe. Der djb fordert die Bundesregierung deshalb auf, sich im Europarat entschieden für die Unabhängigkeit und Autorität des Gerichtshofs einzusetzen und einer Abschwächung menschenrechtlicher Standards entgegenzutreten.
Quelle: https://www.djb.de/presse/pressemitteilungen/detail/pm26-27
30.06.2026 | 2026, Frauen in Wirtschaft und dem Öffentlichen Dienst, Frauen und Gesellschaft
Die Bundesverwaltung hat ihr Ziel einer gleichberechtigten Teilhabe von Frauen an Führungspositionen laut eigener Aussage erreicht: Zum Stichtag 31. Dezember 2025 lag der Frauenanteil bei 47 Prozent und damit knapp unter der Zielmarke von 50 Prozent. Bundesfrauenministerin Karin Prien wertete die Entwicklung als „deutliches Zeichen für Gleichstellung“ und betonte, dass die Förderung von Frauen in Führungspositionen sowie die bessere Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf weiter vorangetrieben werden sollen. 2015 hatte der Frauenanteil in Führungspositionen des Bundes noch bei 33 Prozent gelegen.
Quelle: www.bmbfsfj.bund.de/bmbfsfj/aktuelles/pressemitteilungen/-ein-deutliches-zeichen-fuer-gleichstellung–290574
30.06.2026 | 2026, Gewalt gegen Frauen und Mädchen
Rheinland-Pfalz stärkt den Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexualisierter Gewalt: Zum 1. Juli tritt Anette Diehl ihr Amt als erste unabhängige Landesbeauftragte gegen sexualisierte Gewalt an Kindern und Jugendlichen an. Die Stelle wurde im Rahmen des Pakts gegen sexualisierte Gewalt geschaffen und ist bundesweit einzigartig – Rheinland-Pfalz ist das erste Bundesland mit einer gesetzlich verankerten unabhängigen Beauftragtenstelle. Diehl soll Prävention, Intervention und Aufarbeitung weiterentwickeln, die Zusammenarbeit verschiedener Akteure stärken und die Perspektiven Betroffener stärker einbeziehen. Familienministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler sprach von einem „deutlichen Zeichen“ für dauerhaft verankerte Schutzstrukturen.
Quelle: https://masffj.rlp.de/service/presse/detail/rheinland-pfalz-staerkt-den-schutz-von-kindern-und-jugendlichen-vor-sexualisierter-gewalt-anette-diehl-startet-als-erste-unabhaengige-landesbeauftragte
24.06.2026 | 2026, Gewalt gegen Frauen und Mädchen
Die Vorsitzende der dbb bundesfrauenvertretung, Milanie Kreutz, wurde vom Bundesfamilienministerium in den Fachbeirat des Bündnisses gegen Sexismus berufen. Das Bündnis, dem rund 1.000 Mitglieder aus Verbänden, Wirtschaft, Sport und weiteren gesellschaftlichen Bereichen angehören, hat sich am 16. Juni 2026 in Berlin konstituiert.
Im Mittelpunkt der ersten Sitzung stand das Thema Sexismus am Arbeitsplatz. Kreutz betonte, dass sexistische Erfahrungen häufig dazu führen, dass Frauen sich aus dem Berufsleben zurückziehen und dadurch sowohl den Betroffenen als auch Wirtschaft und Gesellschaft Schaden entsteht. Als wichtige Gegenmaßnahmen nannte sie mehr Frauen in Führungspositionen sowie die Stärkung von Betriebs- und Personalräten.
Zugleich appellierte Kreutz an Männer, sich aktiv gegen Sexismus einzusetzen: „Respekt kennt kein Geschlecht. Wir brauchen mehr Männer, die mit veralteten Rollenvorstellungen und sexistischen Klischees brechen und andere als Mitstreiter gewinnen.“
Quelle: https://www.dbb-frauen.de/artikel/respekt-kennt-kein-geschlecht.html
16.06.2026 | 2026, Veranstaltungen, Weiterbildung
Die neu überarbeitete Seminarreihe der Kommunal-Akademie in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen, Familie und Jugend Rheinland-Pfalz bietet für Gleichstellungsbeauftragte günstige Schulungen zur Unterstützung bei ihren vielfältigen Aufgaben an.
Ansprechpartnerin für die Seminare ist Lena König-Fehmel,
Tel: 06742-89596-43, seminar[at]akademie-rlp.de
Flyer der Seminarreihe für Gleichstellungsbeauftragte