Service- und Vernetzungsstelle
für Gleichstellungsbeauftragte in Rheinland-Pfalz

Gender Equality Strategy 2026–2030: Gleichstellung braucht klare Ziele und konsequente Umsetzung

Der Deutsche Juristinnenbund e.V. (djb) hat eine Stellungnahme zur geplanten EU Gender Equality Strategy 2026–2030 der Europäischen Kommission vorgelegt. In dieser Stellungnahme hinsichtlich der kommenden EU Gender Equality Strategy fordert der djb, dass die erzielten Fortschritte – etwa bei Entgelttransparenz, Gewaltschutz und Gleichstellung in Führungspositionen – aktiv verteidigt und weiterentwickelt werden. Dazu brauche es eine starke Rolle der Europäischen Kommission und eine klare politische und finanzielle Unterstützung von Gleichstellungsmaßnahmen in den Mitgliedstaaten.

Weitere Informationen und Link zur Stellungnahme unter: https://www.djb.de/presse/pressemitteilungen/detail/pm25-41

Frauen beantragen deutlich häufiger Kinderkrankengeld als Männer

Frauen greifen nach wie vor deutlich öfter auf Kinderkrankengeld zurück als Männer. Das zeigt eine aktuelle Auswertung der BARMER. Demnach stellten Frauen im Jahr 2024 rund 296.000 Anträge auf die Leistung – fast dreimal so viele wie Männer, die etwa 109.000 Anträge einreichten.
„Dass Frauen das Kinderkrankengeld deutlich häufiger in Anspruch nehmen als Männer, spiegelt augenscheinlich die fortbestehende ungleiche Verteilung der familiären Betreuungsverantwortung wider“, erklärt Prof. Dr. med. Christoph Straub, Vorstandsvorsitzender der BARMER.

Weitere Informationen zur Analyse finden Sie unter: https://www.barmer.de/presse/presseinformationen/pressearchiv/barmer-analyse-antraege-auf-kinderkrankengeld-haeufiger-von-frauen-1365772

30 Jahre Landesgleichstellungsgesetz – Eine Erfolgsgeschichte für die Gleichstellung in Rheinland-Pfalz

Am 11. Juli feiert das Landesgleichstellungsgesetz (LGG) Rheinland-Pfalz sein 30-jähriges Bestehen. Ziel des LGG war und ist es, die Gleichstellung von Frauen und Männern in allen Bereichen und auf allen Hierarchieebenen des öffentlichen Dienstes in Rheinland-Pfalz zu erreichen. Seit seiner Einführung im Jahr 1995 hat es die Gleichstellung von Frauen im Verwaltungsdienst nachweislich gefördert.

Die Pressemitteilung des MFFKI mit mehr Informationen, finden Sie hier hier: Pressemitteilung zu „30 Jahre LGG“

Jahresbericht 2024 der Antidiskriminierungsstelle des Bundes

Der Jahresbericht 2024 der Antidiskriminierungsstelle des Bundes ist im Juni 2025 erschienen.
Dort werden die wichtigsten Eckdaten zu Beratungs(anfragen) zusammengefasst. Im Jahr 2024 gab es über 11.000 Beratungsanfragen (genau 11.405), wovon 3.858 Rassismus, Antisemitismus und Diskriminierung aufgrund der ethnischen Herkunft behandelten, sowie 2.478 Anfragen zu Diskriminierung aufgrund einer Behinderung und 2.133 Anfragen wegen geschlechtlicher Diskriminierung, die Hälfte davon wegen Sexismus. 3.002 Anfragen davon bezogen sich auf den Bereich des Arbeitsmarktes. Beide Bereiche, Rassismus und Diskriminierung aufgrund des Geschlechts und der Geschlechtsidentität, nehmen stetig zu. Auch werden Themen behandelt wie sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz, der Gender-Pay-Gap, aber auch Programme, die dabei unterstützen sollen gegen diese Diskriminierung vorzugehen.

Jahresbericht 2024 der Antidiskriminierungsstelle des Bundes: https://www.antidiskriminierungsstelle.de/SharedDocs/downloads/DE/publikationen/Jahresberichte/2024.html

Gleichstellungskonferenz setzt starkes Zeichen für Demokratie und Schutz vor Gewalt

Auf der 35. Gleichstellungs- und Frauenministerkonferenz (GFMK) der Länder in Essen haben sich die Ministerinnen und Minister unter dem Vorsitz Nordrhein-Westfalens klar für die tatsächliche Gleichstellung von Frauen und Männern positioniert.
Ein zentrales Thema war die Umsetzung des neuen Gewalthilfegesetzes. Künftig soll eine zentrale Stelle eingerichtet werden, die Frauenhäuser unterstützt, wenn diese keine Plätze für gewaltbetroffene Frauen anbieten können. So soll bundesweit schnell und unkompliziert ein sicherer Schutzraum vermittelt werden.
Mit der einstimmig verabschiedeten „Essener Erklärung“ bekräftigen die Länder zudem den verfassungsrechtlichen Auftrag zur Gleichstellung als Grundpfeiler einer lebendigen Demokratie. Besonders betont wurde die Bedeutung kommunaler Gleichstellungsbeauftragter im Kampf gegen antifeministische und antidemokratische Tendenzen.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.gleichstellungsministerkonferenz.de/Startseite.html

Zentrale Befunde zu aktuellen Arbeitsmarktthemen 2025

In den kommenden Jahren werden Digitalisierung und Künstliche Intelligenz, Dekarbonisierung und demografischer Wandel den Arbeitsmarkt erheblich verändern. Gleichzeitig wird eine Deindustrialisierung Deutschlands befürchtet. Handlungsbedarf besteht beispielsweise bei der Sicherung des Arbeitskräftebedarfs – und damit verbunden bei den Themen Aus- und Weiterbildung –, bei der Reduzierung der Arbeitslosigkeit und insbesondere der Langzeitarbeitslosigkeit sowie bei der sozialen Absicherung von Solo-Selbständigen.
Zu diesen und weiteren Themen fasst die Broschüre „Zentrale Befunde zu aktuellen Arbeitsmarkt-Themen 2025“, herausgegeben vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), die zentralen wissenschaftlichen Befunde zusammen. Weiter bietet sie Handlungsempfehlungen für die Arbeitsmarktpolitik, die aus den wissenschaftlichen Befunden abgeleitet wurden.

IAB-Broschüre: https://doku.iab.de/grauepap/2025/Zentrale_Befunde_zu_aktuellen_Arbeitsmarktthemen_2025.pdf