Service- und Vernetzungsstelle
für Gleichstellungsbeauftragte in Rheinland-Pfalz

Impulswoche Frau und Beruf vom 10.-14.11.2025

Vom 10. November 2025 bis 14. November 2025 findet erneut die Impulswoche „Frau und Beruf“ in Rheinland-Pfalz statt.
Die sechs Beratungsstellen Frau und Beruf haben gemeinsam mit Arbeit und Leben gGmbH ein vielseitiges Programm entwickelt. Die Veranstaltungen und Workshops finden Online oder in Präsenz statt.

Mehr Informationen finden Sie im Flyer.

80. UN-Generalversammlung bekräftigt Engagement für Gleichstellung

Zum 30-jährigen Jubiläum der Pekinger Erklärung haben Staats- und Regierungschef*innen bei der 80. UN-Generalversammlung in New York ihr Bekenntnis zur Geschlechtergerechtigkeit erneuert. 106 Mitgliedsstaaten kündigten konkrete Maßnahmen an, darunter auch Deutschland mit Reformen zu Lohntransparenz und Schutz vor Gewalt. UN Women betonte die Chance, bestehende Willensbekundungen in verbindliche Taten zu übersetzen. Die Versammlung sendet damit ein starkes Signal: Gleichstellung bleibt zentral für Frieden, Entwicklung und Menschenrechte weltweit.

https://unwomen.de/ und Pressemitteilung

Bundesstiftung Gleichstellung diskutiert geschlechtergerechten Strukturwandel

Die Bundesstiftung Gleichstellung hat Mitte September mit Vertreter*innen aus Politik, Wissenschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft über die Chancen und Herausforderungen eines gleichstellungsorientierten Strukturwandels beraten. Kerstin Griese, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Arbeit und Soziales, betonte die Chance, durch den Wandel mehr Gleichberechtigung zu erreichen – etwa durch eine gerechtere Aufteilung von Sorgearbeit und gleiche Karrierechancen für Frauen. Stiftungsdirektorin Lisi Maier warnte vor einer „geschlechterblinden Strukturpolitik“ und forderte, den Wandel aktiv für neue gleichstellungspolitische Perspektiven in den Regionen zu nutzen.
Pressemitteilung: https://www.bundesstiftung-gleichstellung.de/2025/09/19/erfolgsfaktor-gleichstellung-strukturwandel-geschlechtergerecht-gestalten/

Junge Frauen wünschen sich mehr Informationen zu Hormonen

Hormone steuern fast alles im Körper – von Stoffwechsel über Fruchtbarkeit bis zur Stimmung. Doch viele Frauen fühlen sich im Alltag mit ihrem Wissen darüber allein gelassen. Das zeigt eine aktuelle Forsa-Umfrage im Auftrag der IKK classic. Fast jede zweite Frau (46 Prozent) wünscht sich mehr Informationen zu Hormonen und ihrer Wirkung. Besonders deutlich ist der Wissensdurst bei jungen Frauen: In der Altersgruppe der 18- bis 29-Jährigen sind es sogar 69 Prozent, bei den 30- bis 39-Jährigen 57 Prozent. Der Wunsch nach mehr Information nimmt zwar mit steigendem Alter ab (40-54 Jahre: 41 Prozent), hält sich aber mit etwas unter einem Drittel (31 Prozent) in der ältesten Befragungsgruppe (55-70 Jahre) immer noch auf einem hohen Niveau.

Weitere Informationen: https://www.ikk-classic.de/presse/studien/Forsa-Umfrage-Hormone

Arbeitszeit pro Kopf erreicht Höchststand – Zuwachs vor allem durch Frauen

Die durchschnittliche Arbeitszeit pro Kopf in Deutschland hat ein neues Rekordniveau erreicht. Laut aktuellen Analysen des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB) arbeiten Menschen im Alter von 20 bis 64 Jahren derzeit im Schnitt knapp 29 Stunden pro Woche – so viel wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr.

In die Berechnung flossen alle Personen dieser Altersgruppe ein, unabhängig davon, ob sie erwerbstätig sind oder nicht. Besonders stark zeigt sich der Anstieg bei Frauen: Ihre durchschnittliche Wochenarbeitszeit pro Kopf ist in den vergangenen 15 Jahren deutlich gestiegen. Bei Männern hingegen liegt der Wert seit den frühen 1990er-Jahren nahezu konstant auf ähnlichem Niveau.

Pressemitteilung: https://www.bib.bund.de/DE/Presse/Mitteilungen/2025/2025-08-12-Arbeitszeit-pro-Kopf-auf-Rekordhoch-Anstieg-wird-von-Frauen-getragen.html

„Meldestelle Antifeminismus“: Kurzbericht 2024

Die „Meldestelle Antifeminismus“ veröffentlichte im August 2025 den Kurzbericht für das Jahr 2024 und meldete gleichzeit ein trauriges Rekordhoch.
Die Meldestelle registrierte im Jahr 2024 insgesamt 558 antifeministische Vorfälle. Dies entspricht einem Anstieg um 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Angriffe reichen von Beleidigung, Bedrohung und Hasskampagnen über Körperverletzung und Brandstiftung bis hin zu systematischer digitaler sexualisierter Gewalt.

Weitere Informationen zur Meldestelle: https://antifeminismus-melden.de/
Link zum Kurzbericht 2024: https://antifeminismus-melden.de/wp-content/uploads/sites/7/2025/08/Antifeminismus2024_KurzberichtMeldestelle_LOLAeV2025_WEB.pdf