3.06.2026 | 2026, Frauen und Gesellschaft, Frauen und Politik, Gewalt gegen Frauen und Mädchen
Dr. Petra Volke ist in die Expertengruppe des Europarats zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt (GREVIO) gewählt worden. Die Familienrichterin wird ihre Tätigkeit in dem unabhängigen Gremium im September 2026 aufnehmen.
Mit ihrer Wahl setzt sich die deutsche Kandidatin gegen zahlreiche Mitbewerberinnen und Mitbewerber durch. GREVIO überwacht die Umsetzung der Istanbul-Konvention in den Vertragsstaaten und entwickelt Empfehlungen zur Verbesserung des Schutzes vor geschlechtsspezifischer und häuslicher Gewalt.
Bundesfrauenministerin Karin Prien würdigte die Wahl als Anerkennung von Volkes fachlicher Expertise und ihres langjährigen Engagements für Menschenrechte, Gleichstellung und Gewaltschutz. Deutschland wird damit künftig wieder in dem wichtigen Expertengremium vertreten sein.
Quelle: Pressemitteilung des BMBFSFJ
26.05.2026 | 2026, Frauen und Gesundheit
Frauengesundheit umfasst weit mehr als Brustkrebsuntersuchungen oder Schwangerschaftsvorsorge. Darauf macht der Internationale Aktionstag für Frauengesundheit am 28. Mai aufmerksam, der seit über 30 Jahren weltweit begangen wird. Ziel ist es, über die spezifischen Gesundheitsbedürfnisse von Frauen zu informieren, Prävention und Früherkennung zu stärken sowie den Zugang zu hochwertiger Gesundheitsversorgung zu fördern.
Die Medizinische Bibliothek der Charité Berlin bietet zahlreiche Informations- und Recherchemöglichkeiten zum Thema Frauengesundheit – unter anderem über das Bibliotheksportal Primo, die Elektronische Zeitschriftenbibliothek (EZB) sowie die Datenbank PubMed. Dort können mithilfe spezieller Suchstrings und eigener Stichwörter gezielt wissenschaftliche Artikel recherchiert werden.
Quelle und Link zur Bibliothek: https://bibliothek.charite.de/metas/meldung/artikel/detail/internationaler_aktionstag_fuer_frauengesundheit_am_28_maibibliotheksressourcen_zum_thema_fraueng-1
26.05.2026 | 2026, aktuelle Weiterbildung
Nachfolgend finden Sie zwei Weiterbildungsangebote im Bereich „Frauengesundheit“ sowie eine Online-Talkrunde zum Thema „Sexismus am Arbeitsplatz“. Die Veranstaltungen werden nicht von der Service- und Vernetzungsstelle angeboten. Bei Rückfragen bitte direkt an die jeweiligen Veranstalter*innen wenden!
Frauengesundheit im Fokus
In Anknüpfung an die Veranstaltungsangebote der Abteilung Frauen zu Frauengesundheit, führt das Frauenzentrum Mainz in diesem Jahr mehrere Online-Veranstaltungen zu Frauengesundheit durch. Die Teilnahme ist kostenfrei.
Näheres entnehmen Sie den verlinkten Infoflyern.
Für die Anmeldung bzw. bei Rückfragen erreichen Sie das Frauenzentrum unter folgenden Kontaktdaten: fz@frauenzrantrum-mainz.de, Tel: 06131-221263
Online-Talk: „Männlichkeit unter Druck – warum Sexismus am Arbeitsplatz allen schadet und wie wir das überwinden“
Donnerstag, 25. Juni 2026, 14:00-15:30 Uhr (via Zoom)
Sexismus am Arbeitsplatz ist kein Randphänomen. Er zeigt sich nicht nur in den großen Skandalen, sondern auch in Sprüchen, Machtspielen und Rollenbildern, die viel zu oft als normal durchgehen. Besonders betroffen sind Frauen, queere Menschen und alle, die nicht ins klassische Rollenbild passen.
Gleichzeitig geht Sexismus am Arbeitsplatz noch immer besonders häufig von Männern aus. Haben wir also ein Männerproblem – oder genauer: ein Problem mit überholten Vorstellungen von Männlichkeit?
Im Mittelpunkt des Online-Talks stehen Fragen wie:
- Warum tun sich gerade Männer oft schwer mit Gleichstellungsthemen?
- Wie können Männer zu Verbündeten werden, statt alte Rollenbilder zu stabilisieren?
- Inwiefern sind Männer auch von Sexismus betroffen?
- Wie wirken sich Sexismus und männlich dominierte Arbeitskulturen auf Mitarbeitende, Teams und Organisationen aus?
- Was braucht es, damit aus Problembeschreibung endlich Veränderung wird?
Programm:
- Impuls von Dr. Marc Gärtner, Bundesforum Männer, Referent für internationale Gleichstellungspolitik: Lebensgefühl und Einstellungen von (jungen) Männern, Hürden und Erreichbarkeit für Gleichstellungsthemen und neue Männlichkeitsvorstellungen.
- Impuls von Ferda Ataman, Unabhängige Bundesbeauftragte für Antidiskriminierung: Sexismus und sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz – wie schützt das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz und was braucht es, damit es in der Praxis gut wirkt?
An der anschließenden Diskussionsrunde werden zudem teilnehmen:
- Martin Speer, Bestsellerautor, Speaker, Berater und HeForShe-Botschafter für UN Women Deutschland mit den Schwerpunkten Male Allyship, Geschlechtergerechtigkeit, Sexismus, Feminismus und Führung
- N.N. Referentin Projekt “make it work!“ – für einen Arbeitsplatz ohne sexuelle Diskriminierung, Belästigung und Gewalt, Bundesverband der Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe (bff:) (angefragt)
Moderation: Stefanie Lohaus, Mitglied der Geschäftsführung, EAF Berlin
Veranstaltungsinformationen:
Zur Anmeldung klicken Sie bitte hier.
Bei der Anmeldung erhalten Sie die Möglichkeit, Fragen zum Thema der Veranstaltung an die Referent*innen zu stellen. Ihre Fragen werden zur inhaltlichen Vorbereitung der Diskussionsrunde verwendet. Gern können Sie Ihre Fragen auch zu einem späteren Zeitpunkt über die untenstehende Mailadresse einreichen. Sollten Sie eine Gebärdendolmetschung benötigen, teilen Sie uns dies gern bei Anmeldung mit.
Den Zugangslink erhalten Sie nach Anmeldung eine Woche vor der Veranstaltung per E-Mail. Bei Fragen zur Veranstaltung wenden Sie sich gern an goeroglu@eaf-berlin.de
Die Veranstaltung bildet den Auftakt der dreiteiligen Talkreihe „OfficeMeToo – wenn Sexismus mit zur Arbeit kommt“, die das Thema Sexismus und diskriminierende Geschlechterrollen am Arbeitsplatz aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet. Sie wird von der EAF Berlin gefördert durch und in Kooperation mit der Antidiskriminierungsstelle des Bundes durchgeführt.
19.05.2026 | 2026, Gewalt gegen Frauen und Mädchen
Rheinland-Pfalz stärkt den Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexualisierter Gewalt: Mit Anette Diehl wurde erstmals eine unabhängige Landesbeauftragte gegen sexualisierte Gewalt bestellt. Die neue Stelle ist Teil des „Pakts gegen sexualisierte Gewalt“ und soll Prävention, Intervention sowie die Beteiligung Betroffener dauerhaft stärken. Rheinland-Pfalz ist damit das erste Bundesland, das eine solche unabhängige Beauftragtenstelle gesetzlich verankert hat. Die Landesbeauftragte wird künftig Maßnahmen koordinieren, die ressortübergreifende Zusammenarbeit ausbauen und die Umsetzung zentraler Handlungsempfehlungen begleiten. Auch der Landesbetroffenenrat begrüßte die Entscheidung als wichtigen Fortschritt für Schutz und Beteiligung von Betroffenen.
Quelle: https://mffki.rlp.de/service/presse/detail/rheinland-pfalz-staerkt-schutz-vor-sexualisierter-gewalt-anette-diehl-wird-landesbeauftragte
6.05.2026 | 2026, Frauen und Gesellschaft
Das Bundeskabinett hat eine Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) auf den Weg gebracht. Ziel ist es, europäische Vorgaben zum Diskriminierungsschutz umzusetzen und den Schutz Betroffener in Deutschland zu stärken.
Kernpunkt der geplanten Änderungen ist eine verlängerte Frist: Künftig sollen Betroffene vier statt bisher zwei Monate Zeit haben, um Ansprüche wegen Diskriminierung geltend zu machen. Zudem werden die zivilrechtlichen Regelungen angepasst, etwa durch einen erweiterten Schutz vor sexueller Belästigung auch außerhalb des Arbeitsplatzes und eine Ausweitung des Diskriminierungsverbots beim Merkmal Geschlecht.
Auch die Antidiskriminierungsstelle des Bundes soll gestärkt werden. Geplant ist unter anderem eine unabhängige Schlichtungsstelle, die Betroffenen eine schnelle außergerichtliche Einigung ermöglichen soll. Darüber hinaus kann die Behörde künftig stärker in Gerichtsverfahren eingebunden werden.
Weitere Änderungen betreffen die sogenannte Kirchenklausel sowie Klarstellungen im Gesetz, um die Anwendung zu vereinfachen. Insgesamt soll die Reform den Diskriminierungsschutz effektiver machen und gleichzeitig Rechtssicherheit für alle Beteiligten gewährleisten.
Den Gesetzentwurf und Antworten auf häufige Fragen finden Sie hier: https://www.bmjv.de/SharedDocs/Gesetzgebungsverfahren/DE/2026_AGGAEndG.html
Quelle: https://www.bmbfsfj.bund.de/bmbfsfj/aktuelles/pressemitteilungen/allgemeines-gleichbehandlungsgesetz-bundeskabinett-beschliesst-aenderungen-285680