14.01.2026 | 2026, Frauen und Gesellschaft, Gewalt gegen Frauen und Mädchen
Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes führt noch bis zum 28. Februar 2026 die bislang größte Umfrage zu Diskriminierung in Deutschland durch. Ziel ist es, Diskriminierungserfahrungen sichtbar zu machen und belastbare Daten sowie Fakten zu gewinnen.
Teilnehmen können alle Menschen ab 14 Jahren, die in Deutschland Diskriminierung erlebt haben. Die Umfrage ist anonym, barrierearm gestaltet und in verschiedenen Formaten sowie mehreren Sprachen verfügbar. Die Teilnahme dauert rund 30 Minuten.
Eine möglichst hohe Beteiligung ist entscheidend, um Diskriminierung in ihren unterschiedlichen Formen besser zu verstehen und wirksame Maßnahmen dagegen entwickeln zu können.
Zur Umfrage
14.01.2026 | 2026, Frauen in Wirtschaft und dem Öffentlichen Dienst, Frauen und Gesellschaft, Frauen und Politik
Am 27. Februar 2026 ist Equal Pay Day. Der Aktionstag macht symbolisch auf den Gender Pay Gap aufmerksam, der in Deutschland seit 2024 bei 16 Prozent liegt. Er zeigt damit, wie groß die Einkommenslücke zwischen Frauen und Männern weiterhin ist.
Unter dem Motto „equal pay every day“ rückt die Equal Pay Day Kampagne 2026 die Frage in den Mittelpunkt, wie sich die geschlechterspezifische Lohnlücke im Laufe des Lebens entwickelt. Von der Prägung durch Rollenbilder in Kindheit und Jugend über Berufswahl, Karrierewege und Familiengründung bis hin zur Rente und dem Risiko weiblicher Altersarmut wird deutlich: Gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Strukturen erschweren Lohngleichheit in nahezu allen Lebensphasen. Gleichzeitig zeigt die Kampagne auf, an welchen Stellschrauben angesetzt werden kann, um faire Bezahlung dauerhaft zu erreichen – nicht nur an einem Aktionstag, sondern an jedem Tag.
Es erscheint ebenfalls ein Podcast „Podcats – der Podcast zu equal pay“. Darin geht es um die Frage, was passieren muss, damit Frauen und Männer in Deutschland für gleiche und gleichwertige Arbeit endlich auch gleich bezahlt werden. Diskutiert werden unter anderem gerechte Bezahlung in der Arbeitswelt von morgen, kürzere Arbeitstage und ihre Auswirkungen auf Karrierechancen, Rollenbilder in Filmen und Serien sowie inklusive IT-Strukturen.
Quelle:
www.equalpayday.de/
Podcast
6.01.2026 | 2026, Frauen und Gesellschaft, Frauen und Politik
Bundesfrauenministerin Karin Prien hat am 12. Dezember 2025 in Berlin das Jubiläum „40 Jahre Ratifizierung der UN-Frauenrechtskonvention“ mit mehr als 200 Gästen gefeiert. Sie erinnerte an zentrale Fortschritte der vergangenen Jahrzehnte – darunter die Gründung des Bundesfrauenministeriums, die Strafbarkeit von Vergewaltigung in der Ehe seit 1997 und die Einführung des Elterngeldes 2007.
In Podiumsdiskussionen und Workshops wurden aktuelle Herausforderungen wie der Schutz vor Gewalt, politische Teilhabe, wirtschaftliche Eigenständigkeit und Gleichstellung als Querschnittsaufgabe diskutiert. Die Konvention gilt weiterhin als wichtiges Instrument, besonders angesichts autoritärer Tendenzen, die Erfolge der Gleichstellung infrage stellen.
Quelle: Pressemitteilung BMBFSFJ
24.11.2025 | 2025, Sonstiges
Liebe Gleichstellungsbeauftragte,
bevor das Jahr zu Ende geht, möchten wir uns ganz herzlich bei Ihnen für die Zusammenarbeit bedanken.
Wir wünschen allen Gleichstellungsbeauftragten eine schöne Adventszeit sowie ein ruhiges und erholsames Weihnachtsfest und einen guten Start ins neue Jahr 2026.
Das Team der Service- und Vernetzungsstelle macht Weihnachtspause. Sie erreichen uns wieder ab Montag, 05.01.2027.

Foto: adobestock.com – Floydine
24.11.2025 | 2025, Gewalt gegen Frauen und Mädchen
Die Zahl der gegen Frauen und Mädchen gerichteten Straftaten ist 2024 erneut gestiegen. Das zeigen die heute vom Bundesinnenministerium, dem Familienministerium und dem Bundeskriminalamt veröffentlichten Bundeslagebilder zu geschlechtsspezifischer Gewalt und häuslicher Gewalt.
In der Polizeilichen Kriminalstatistik wurden 2024 insgesamt 53.451 weibliche Opfer von Sexualdelikten erfasst – ein Plus von 2,1 Prozent. Fast die Hälfte der Betroffenen war minderjährig. Auch digitale Gewalt nimmt weiter zu: 18.224 Frauen und Mädchen wurden online bedroht, gestalkt oder belästigt, ein Anstieg um sechs Prozent.
Häusliche Gewalt erreichte mit 265.942 erfassten Opfern einen neuen Höchststand. Rund 70 Prozent der Betroffenen sind Frauen. Besonders häufig handelt es sich um Partnerschaftsgewalt: 171.069 Menschen waren 2024 betroffen, davon rund 80 Prozent weiblich. 132 Frauen und 24 Männer wurden durch ihren (Ex-)Partner getötet. Auch Innerfamiliäre Gewalt stieg deutlich an (+7,3 %).
Die Behörden verweisen zudem auf ein hohes Dunkelfeld: Viele Betroffene – insbesondere bei Partnerschaftsgewalt – erstatten aus Angst oder Scham keine Anzeige. Erste Ergebnisse der Opferbefragung „LeSuBiA“ zeigen, dass die tatsächliche Belastung weit höher liegen dürfte.
Quelle: https://www.bmbfsfj.bund.de/bmbfsfj/aktuelles/pressemitteilungen/straftaten-gegen-frauen-und-maedchen-nehmen-weiter-zu-haeusliche-gewalt-auf-hoechststand-275492