Service- und Vernetzungsstelle
für Gleichstellungsbeauftragte in Rheinland-Pfalz

Online Themenabend: „Immer perfekt? Selbstdarstellung in Social Media und der Einfluss auf die Körperbilder und die Selbstwahrnehmung von Frauen“

Für die meisten jungen Frauen und Mädchen ist die Nutzung von Social Media selbstverständlich und Teil Ihres Alltags. Besonders Programme, bei denen Fotos im Zentrum stehen, werden für die Kommunikation, aber auch die Selbstdarstellung genutzt. Doch wie beeinflussen die Fotos und Stories von Influencerinnen und co. etwa auf Instagram die Selbstwahrnehmung junger Frauen? Welche Auswirkungen haben die Darstellung der meist „perfekten“ Körper auf das eigene Körperbild und die Schönheitsideale? Ist die Tätigkeit als Influencerin nur schöner Schein oder steckt mehr dahinter? Was macht die Beschäftigung mit stets als schön und erfolgreich verkauften Menschen mit mir und wie kann ich damit umgehen?

Online-Themenabend

mit Dipl. Psychologin und Psychoanalytikerin Prof. Dr. Ada Borkenhagen und der Influencerin und Model Marie von Bose
„Immer perfekt? Selbstdarstellung in Social Media und der Einfluss auf die Körperbilder und die Selbstwahrnehmung von Frauen“
am 9. März 2022 von 17.00 bis ca. 19:30 Uhr

Die Veranstaltung findet via Zoom statt und ist kostenfrei.

Anmeldung bitte unter frauenbuero@alzey-worms.de oder 067314081251. Nach Anmeldung wird der Link zur Veranstaltung mitgeteilt.


„Die Folgen des Klimawandels weltweit werden Frauen härter treffen als Männer“

„Die Folgen des Klimawandels treffen Frauen härter als Männer. Nicht, weil Frauen per se empfindlicher wären, sondern weil sie mit einschränkenden sozialen und kulturellen Strukturen zu kämpfen haben. Benachteiligung äußert sich etwa im beschränkten Zugang zu finanziellen Mitteln, Bildung und Information oder auch in sozialen Normen und Erwartungshaltungen, die Frauen etwa in ihrer Mobilität einschränken.“ Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Analyse der Auswirkungen des Klimawandels, die von einer interdisziplinären Forschungsgruppe der Humboldt-Universität Berlin und der Wirtschaftsuniversität Wien vorgelegt wurde. Soziale Gruppen seien unterschiedlich stark von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen. Diese Gruppen definierten sich „nicht nur über Einkommensniveaus, sondern auch über Geschlecht, Bildung und Ethnie“. Wenn über die Herausforderungen nachgedacht werde, mit denen Gesellschaften bei der Anpassung an den Klimawandel konfrontiert würden, müssten die Faktoren Einkommen, Geschlecht, Bildung und Ethnie berücksichtigt werden.

Die Studie „Overcoming gender inequality for climate resilient development“ ist auf Englisch abrufbar unter: www.nature.com/articles/s41467-020-19856-w

Quelle: fpd 774

„Partnerschaft bei Erwerbs- und Sorgearbeit“ – Schwerpunkt der GFMK 2021

Die Sozial- und Gleichstellungsministerin von Mecklenburg-Vorpommern, Stefanie Drese (SPD), kündigte anlässlich der Übernahme des Vorsitzes der GFMK für 2021 an: „Wir wollen vor allem Initiativen für mehr gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern am Berufs- und Familienleben starten. Die Konferenz (der Gleichstellungs- und Frauenminister*innen der Länder) wird sich deshalb schwerpunktmäßig mit der partnerschaftlichen Aufteilung von Erwerbs- und Sorgearbeit befassen.“ Die Pandemie habe Drese zufolge „deutlich zu Tage treten lassen, welche Ungleichheiten noch immer zwischen den Geschlechtern bestehen – etwa bei den systemrelevanten Berufen oder bei der Verteilung von Erwerbs- und Sorgearbeit“. „Frauen tragen in der Corona-Krise die größeren Lasten“, erklärte die neue GFMK-Vorsitzende. Die GFMK werde auch die frauenpolitische Thematik der deutschen EU-Ratspräsidentschaft (im 2. Halbjahr 2020) fortführen, so Drese, nämlich „Gleichstellung im Erwerbsleben“ und „Kampf gegen Gewalt an Frauen“.
Die Hauptkonferenz der Gleichstellungs- und Frauenminister*innen soll am 23. und 24.Juni 2021 in Rostock stattfinden – wenn möglich in Präsenz.

Quelle: fpd 774

„Bei den Zukunftserwartungen steht die Rentensicherheit für Frauen ganz vorne“

Die Stiftung für Zukunftsfragen (Hamburg) (www.zukunftserwartungen.de) hat sich in einer aktuellen Untersuchung mit der Frage befasst, „was den Bundesbürgern am meisten Sorge macht, wenn sie an die kommenden 10 bis 20 Jahre denken“. Zu den Ergebnissen wurde im „Zukunfts-Monitor 2021“ mitgeteilt: „Ganz vorne steht die Frage nach der Rentensicherheit. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung (55 %) fürchtet, im Alter nicht genügend finanzielle Mittel zur Verfügung zu haben. Überdurchschnittlich oft äußern hierbei Frauen und kurz vor der Rente stehende Arbeitnehmer diese Sorge. Auch die Angst vor Terroranschlägen und Kriminalität bleibt hoch. Allerdings sinkt in allen drei Bereichen die Besorgnis Im Jahresvergleich. So blickten 2007 noch fast zwei Drittel skeptisch auf die zukünftige Höhe der Rente und knapp die Hälfte der Deutschen fürchtete um die eigene Sicherheit. Deutlich weniger kritisch werden zudem die Entwicklungen am Arbeitsmarkt bewertet. 2007 nannten mehr als doppelt so viele Bürger wie heute Arbeitslosigkeit und fehlende Ausbildungsplätze als Zukunftsprobleme.“ Bezüglich der unterschiedlichen Zukunftserwartungen zwischen den Geschlechtern und Altersgruppen heißt es: „Erstens äußern sich Frauen in 15 von 19 Problemfeldern pessimistischer. Zweitens zeigt ein Vergleich der Altersgruppen, dass die Sorgen mit dem Alter zunehmen.“

Quelle: fpd 774

Wirtschaftsforscher*innen erwarten nur begrenzte Auswirkungen der FüPoG-Reform

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) (Berlin) begrüßt den Beschluss der Bundesregierung zur Reform des Führungspositionengesetzes (FüPoG II). Dennoch seien die daraus entstehenden Chancen für Frauen als „sehr begrenzt“ einzuschätzen. Katharina Wrohlich, die Leiterin der DIW­Forschungsgruppe „Gender Economics“, sieht in der verbindlichen Frauen-Mindestbeteiligung für Vorstände mit mehr als drei Mitgliedern zwar „ein wichtiges gleichstellungspolitisches Signal“, fügt aber hinzu: „In den meisten Unternehmen in Deutschland geht es mit Blick auf die Vorstände weiterhin eher im Schneckentempo voran, wie das DIW-Managerinnen-Barometer auch in diesem Jahr wieder zeigen wird. Die Mindestbeteiligung von Frauen in Vorständen wird das nicht sofort auf den Kopf stellen, dafür gilt sie für zu wenige Unternehmen.“ Die DIW-Frauenforscherin geht jedoch davon aus, dass die neuen gesetzlichen Vorgaben „Signale senden und mehr Frauen als Vorbilder in hohe Führungspositionen bringen“ könnten. Gegenüber der „Rheinischen Post“ sagte Wrohlich: „Das gibt bestenfalls gleichstellungspolitische Impulse in die gesamte Gesellschaft, insbesondere durch das Aufbrechen geschlechterstereotypischer Zuschreibungen.“

Quelle: fpd 774