In Deutschland ist die Frau in Paarhaushalten weiterhin selten die Haupteinkommensbezieherin. Wie das Statistisches Bundesamt (Destatis) anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März auf Basis erster Ergebnisse der EU-SILC-Erhebung 2025 mitteilt, erzielt nur in 9,9 Prozent der Paare die Frau mehr Einkommen als ihr Ehe- oder Lebenspartner.
In 55,8 Prozent der Haushalte ist hingegen der Mann Hauptverdiener. Bei 34,3 Prozent der Paare verfügen beide über ein in etwa gleich hohes Einkommen. Als Haupteinkommensperson gilt, wer mindestens 60 Prozent zum gemeinsamen Nettoeinkommen beiträgt.
Deutlicher werden die Unterschiede in Familien mit Kindern: Hier ist nur in 7,7 Prozent der Fälle die Frau Hauptverdienerin, während in 64,6 Prozent der Haushalte mit Kindern der Mann das höhere Einkommen erzielt. Ohne Kinder fällt das Ungleichgewicht etwas geringer aus – doch auch hier liegt der Männeranteil als Hauptverdiener mit 50,1 Prozent klar über dem der Frauen (11,4 Prozent).
Ein wesentlicher Grund: Mütter arbeiten deutlich häufiger in Teilzeit als erwerbstätige Frauen insgesamt, während Väter seltener ihre Arbeitszeit reduzieren.
Quelle: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/Zahl-der-Woche/2026/PD26_10_p002.html?nn=2110