Service- und Vernetzungsstelle
für Gleichstellungsbeauftragte in Rheinland-Pfalz

Die Zahl der gegen Frauen und Mädchen gerichteten Straftaten ist 2024 erneut gestiegen. Das zeigen die heute vom Bundesinnenministerium, dem Familienministerium und dem Bundeskriminalamt veröffentlichten Bundeslagebilder zu geschlechtsspezifischer Gewalt und häuslicher Gewalt.
In der Polizeilichen Kriminalstatistik wurden 2024 insgesamt 53.451 weibliche Opfer von Sexualdelikten erfasst – ein Plus von 2,1 Prozent. Fast die Hälfte der Betroffenen war minderjährig. Auch digitale Gewalt nimmt weiter zu: 18.224 Frauen und Mädchen wurden online bedroht, gestalkt oder belästigt, ein Anstieg um sechs Prozent.
Häusliche Gewalt erreichte mit 265.942 erfassten Opfern einen neuen Höchststand. Rund 70 Prozent der Betroffenen sind Frauen. Besonders häufig handelt es sich um Partnerschaftsgewalt: 171.069 Menschen waren 2024 betroffen, davon rund 80 Prozent weiblich. 132 Frauen und 24 Männer wurden durch ihren (Ex-)Partner getötet. Auch Innerfamiliäre Gewalt stieg deutlich an (+7,3 %).
Die Behörden verweisen zudem auf ein hohes Dunkelfeld: Viele Betroffene – insbesondere bei Partnerschaftsgewalt – erstatten aus Angst oder Scham keine Anzeige. Erste Ergebnisse der Opferbefragung „LeSuBiA“ zeigen, dass die tatsächliche Belastung weit höher liegen dürfte.

Quelle: https://www.bmbfsfj.bund.de/bmbfsfj/aktuelles/pressemitteilungen/straftaten-gegen-frauen-und-maedchen-nehmen-weiter-zu-haeusliche-gewalt-auf-hoechststand-275492