Service- und Vernetzungsstelle
für Gleichstellungsbeauftragte in Rheinland-Pfalz

Deutschland hinkt bei der Umsetzung der EU-Richtlinie zur Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben weiter hinterher. Obwohl die Vorgaben bereits bis August 2022 hätten umgesetzt sein müssen, lässt die Bundesregierung weiterhin auf sich warten.
„Deutschland sucht seit Jahren nach Ausflüchten“, kritisierte Synnöve Nüchter, Vorsitzende der CESI FEMM. Sie betonte, die Regierung sei rechtlich verpflichtet, die Mindeststandards endlich umzusetzen – darunter die zehntägige bezahlte Freistellung für das zweite Elternteil nach der Geburt. Diese sei ein zentraler Baustein echter Gleichstellung, so Nüchter.
Die CESI FEMM warnt, dass mangelnde Vereinbarkeit nicht nur Familien, sondern auch Wirtschaft und Gesellschaft schwächt. Fehlende Unterstützungsstrukturen führten dazu, dass viele gut ausgebildete Frauen auf Kinder verzichten. „Familienpolitik ist Zukunftssicherung, Standort- und Wirtschaftspolitik zugleich“, mahnte Nüchter.

CESI FEMM
Die FEMM ist die Kommission für Frauenrechte und Geschlechtergleichheit innerhalb des europäischen Verbands unabhängiger Gewerkschaften (CESI).

Quelle: www.dbb-frauen.de/artikel/familien-brauchen-vereinbarkeit-jetzt-nicht-2027.html