Best Practice

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Frauenfördermaßnahmen konkret

 

 

Eltern-Kind-Zimmer beim Landesbetrieb Mobilität Worms

Wer kennt solche Situationen nicht: Die Kindertagesstätte hat geschlossen, der Lehrer/die Lehrerin ist erkrankt, eine Betreuungsperson fällt aus …Wie organisiere ich das auf die Schnelle mit meinem Kind? Für solche Fälle bietet der Landesbetrieb Mobilität Worms ein Eltern-Kind-Zimmer an. Der Raum ist kindgerecht möbliert. Beschäftigte des LBM können ihre Kleinkinder und Kinder im Grundschulalter bei Betreuungsengpässen mit auf die Arbeit nehmen.

Ein ähnliches Angebot findet sich ebenfalls seit 2002 in Speyer bei der Deutschen Rentenversicherung Rheinland-Pfalz.

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„Runder Tisch“ plant in Speyer künftig Kindertagespflege in Eigenregie anzubieten

Thema der dreizehnten Versammlung des „Runden Tisches zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ war die Betreuung von Klein- und Schulkindern. Da ein Drittel der Mitarbeiter/innen der Speyerer Behörden jeden Tag zur Arbeit pendeln, entstand der Wunsch, die Kinder in der Nähe des Arbeitsplatzes unterzubringen.
Als Lösung wurde vereinbart die Kinderpflege durch eine bezahlte Tagesmutter in Räumen einer Behörden selbst zu organisieren. Die Kosten werden auf die teilnehmenden Eltern umgelegt. Ein Vorteil dieser Handhabung wird darin gesehen, dass künftig viele Frauen nach kurzer Elternzeit wieder an ihren Arbeitsplatz zurückkehren können. Für die Speyerer Behörden bedeutet das geringere Personallücken.
Weiterhin soll eine bessere Betreuung für Schulkinder angestrebt werden, da momentan kein Gymnasium in Speyer eine Ganztagsschule ist.

Weitere Informationen über die Initiative „Runder Tisch“ der Speyerer Gleichstellungsbeauftragten finden Sie hier.

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„Leitfaden zur Beratung schwangerer Mitarbeiterinnen und Planung der Elternzeit von Müttern und Vätern“ der Stadt Worms

Das So_WirtS! Teilprojekt Vereinbarkeit hat gemeinsam mit Wormser Personalverantwortlichen ein praktisches Instrument für Verantwortliche im Bereich Personal geschaffen.
Der Leitfaden verbindet die gesetzlichen Vorgaben zu den Punkten Mutterschutz, Elternzeit und Teilzeit, mit individuellen betrieblichen Möglichkeiten einer familienorientierten Personalpolitik, indem er Hinweise und Anregungen zur Umsetzung bietet.
Damit soll der Leitfaden zu einer frühzeitigen Kommunikation zwischen Geschäftsführung/ Personalleitung und MitarbeiterInnen beitragen, um gute Lösungen für eine beidseitige, gewinnbringende Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu finden.Das Servicebüro stellt den Leitfaden kostenlos allen interessierten Unternehmen zur Verfügung (Ansprechpartnerin / Projektkoordination: Daniela Steffes).

Umschlag Leitfaden (PDF, 718 KB)

Innenteil Leitfaden (PDF, 413 KB)

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Ferienbetreuung für Kinder von Mitarbeitenden bei der OFD Koblenz und beim Finanzamt Trier

In den Sommerferien 2006 organisierte die Oberfinanzdirektion Koblenz und das Finanzamt Trier für die Kinder von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein kindergerechtes Ferienprogramm. Ausflüge, Sport- und Kreativangebote sorgten für abwechslungsreiche Tage. Die Ferienangebote der OFD Koblenz und des Finanzamts Trier stehen zum Download bereit, ebenso eine Checkliste, um dieses gelungene Angebot zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf vielleicht selbst im nächsten Sommer umzusetzen.

Ferienprogramm OFD Koblenz

Ferienprogramm Finanzamt Trier

Checkliste

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Konzept zur Unterstützung des beruflichen Wiedereinstiegs

„Aus den Augen, aus dem Sinn“ heißt es häufig in Verwaltungen und Betrieben, wenn Frauen in Elternzeit gehen. Dabei ist es bei dem rasanten Wandel der Arbeitswelt für beurlaubte Beschäftigte wichtig, den Kontakt zur Dienststelle aufrecht zu halten, um den Anschluss nicht zu verlieren. Auch die Arbeitgeber müssten angesichts herrschender Personalknappheit ein Interesse daran haben, Beurlaubten die Rückkehr ins Berufsleben zu erleichtern. „Wiedereingliederung beginnt mit der Beurlaubung“ haben sich die Gleichstellungsbeauftragte und der Vorsteher des Finanzamtes Alzey gesagt und ein Konzept zur Unterstützung des beruflichen Wiedereinstiegs ausgearbeitet.

Das Konzept besteht aus drei aufeinander abgestimmten Modulen:

  1. EDV-Ausbildung
    Berufsrückkehrerinnen wird noch während ihrer Beurlaubung die Teilnahme an mehreren EDV-Seminaren angeboten
  2. Mitteilung von rechtlichen Änderungen innerhalb des Arbeitsgebietes
    Eine vom Finanzamt gestaltete Zeitung informiert die beurlaubten Bediensteten regelmäßig über rechtliche Änderungen in ihrem Arbeitsgebiet
  3. persönliche Kontakte
    Es werden zwanglose Treffen für die Beurlaubten organisiert, damit der persönliche Kontakt zur Dienststelle nicht verloren geht.

Nähere Informationen:
Susanne Räder, Stv. Gleichstellungsbeauftragte beim Finanzamt Alzey, 55232 Alzey, Römerstraße 33.

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Mentorinnenprojekt beim Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung

Der Milan ist ein Greifvogel, MiLan ist aber auch der Name eines Mentorinnenprojekts des Ministeriums für für Arbeit, Soziales, Familie und Gesundheit im Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung. MiLan will jungen Frauen im Landesamt die Möglichkeit geben, ihre Karrierechancen zu ‚ergreifen‘, Netzwerke zu bilden und sich gegenseitig im Beruf zu unterstützen.

Ziel des Projektes ist es, die Position von Frauen im gehobenen und höheren Dienst der Verwaltung des Landesamtes zu stärken, und dabei vor allem weibliche Führungskräfte aufzubauen. Mitarbeiterinnen des Landesamtes konnten sich als Mentees bewerben. Aber auch die Mentorinnen lernen ihr Wissen über die Organisation weiterzugeben und Frauen zu unterstützen. Sie erhalten durch das Projekt die Möglichkeit, sich untereinander auszutauschen, Verbindungen aufzubauen und damit auch ihre Kompetenz sichtbar zu machen.

MiLan ist auf zwei Jahre angelegt und gliedert sich in drei Module:

  • Auftakt-, Jahres- und Abschlussveranstaltung
    Die Identitätsbildung zwischen Ministerium, dem Landesamt und den Programmbeteiligten steht bei diesen Veranstaltungen im Vordergrund.

 

  • Fortbildungsseminare für Mentorinnen und Mentees
    Vorgesehen sind Veranstaltungen in den Bereichen
    – Kommunikation und Gesprächsführung,
    – Karriereplanung und Work-Life-Balance
    – Informationsmanagement und Vernetzung
    – Konflikt- und Zeitmanagement

 

  • Informationsfahrten für Mentorinnen und Mentees
    Fahrten zum Landtag, zur Europäischen Kommission und zum Bundestag sollen Einblicke in politische Verwaltungsinstitutionen ermöglichen und helfen, Kontakte aufzubauen. Das Programm wird vorher gemeinsam erarbeitet.

Projektstart von MiLan war im Februar 2002. Das Projekt wird extern begleitet und ausgewertet.

Nähere Informationen:
Regina Wicke, Gleichstellungsbeauftragte beim Ministerium für Integration, Familie, Kinder, Jugendliche und Frauen

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Spaß im Ferienclub Wilde 13

Sechs Wochen Ferien – eine glückliche Zeit für Schulkinder, aber Stress für die Eltern. Der Urlaubsanspruch, den berufstätige Väter und Mütter haben, deckt sich eben nicht mit dem berechtigten Ferienanspruch der Kinder. Und damit fangen die Probleme an? Wo kommen die Kinder unter, während die Eltern arbeiten müssen? Wie stimme ich mich mit den Kolleginnen und Kollegen ab, die auch schulpflichtige Kinder haben?
In Speyer löst seit 2003 der „Ferienclub Wilde 13“ zwar nicht alle, aber doch entscheidende Zeitkonflikte wegen noch nicht vorhandener Betreuungsangebote (Ferien und Ganztagsschule, Krippenplätze/“Not“plätze).
Das Zauberwort dabei heißt Kooperation. Speyerer Behörden und Einrichtungen haben sich zusammengetan und den „Ferienclub Wilde 13“ gebildet: Landesversicherungsanstalt (LVA), Landwirtschaftliche Sozialversicherung, Landesstraßen- und Verkehrsamt, Stadtwerke, Stadtverwaltung Speyer, Altenheim der Bürgerhospitalstiftung, Finanzamt Speyer- Germersheim, Polizei, Kreis- und Stadtsparkasse Speyer, GEWO (Wohnungsbaugesellschaft), Stiftungskrankenhaus, Landwirtschaftliche Untersuchungs- und Forschungsanstalt, Landesrechnungshof. Zusammen suchen sie nach Lösungsmöglichkeiten für Probleme der Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
In einem ersten Schritt haben sie das Angebot eines arbeitsplatznahen Betreuungsangebotes in den ersten 2 Ferienwochen gemacht. Ort ist eine Schule. Betreut werden ca.20 Kinder in 2 Gruppen von 07.30 Uhr bis 13.00 Uhr, in einzelnen Bedarfsfällen bis 15.00 Uhr. Die Leitung hat eine pädagogische Fachkraft und weitere erfahrene Mitarbeiterinnen auf Honorarbasis sowie einige Schülerhelfer/innen bei Bedarf. Programm, Ausflüge, Imbiss etc. werden für 30 € angeboten (pro Woche). Der Organisationssaufwand ist gering, da vieles behördenintern geregelt wird und z.B. keine Werbekosten anfallen.
Auch „auswärtige“ Kinder bekommen einen Platz bei der Freienbetreuung. Das war bei der Konzeption besonders wichtig, da Speyer als kreisfreie Stadt bei den bestehenden Betreuungsangeboten nur Einwohnerkinder aufnimmt; den Behörden ist es aber wichtig, dass alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, egal wo sie wohnen, ihre Kinder unterbringen können. Voraussetzung für die Teilnahme ist also der Arbeitsplatz und der Bedarf, nicht der Wohnort.

Initiiert hat den „Club“ der Arbeitskreis „Gleichstellung“, zu dem sich seit 1996 die Gleichstellungsbeauftragten von Speyerer Behörden und Einrichtungen treffen.
Um Probleme bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf gemeinsam anzugehen, wurde ein „Runder Tisch Betreuung“ gegründet. Mit Erfolg. Dienststellenleiter Speyerer Behörden und Einrichtungen sowie Vertreter und Vertreterinnen der Stadt und der städtischen Tochtergesellschaften, Gleichstellungsbeauftragte und Personalräte berieten über Lösungsmöglichkeiten für Bedarfe unterschiedlicher Art, die in einzelnen Einrichtungen per Umfrage ermittelt wurden.
Als erstes gemeinsames Modellprojekt zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie zur Stärkung des Behördenstandortes Speyer wurde die Ferienfreizeit konzipiert.
„Durch das Angebot“, so Inge Trageser-Glaser, Frauenbeauftragte der Stadt Speyer, „können die Beschäftigten ihren Urlaub besser abstimmen, weil sie frühzeitig einen Betreuungsplatz für die Sommerferien buchen können. Sie können beruhigt ihrer Arbeit nachgehen, weil sie die Kinder unter fachkundiger Leitung arbeitsplatznah und bedarfsgerecht betreut wissen. Konflikte unter Kollegen werden vermieten. Die Kinder müssen nicht allein gelassen werden, und natürlich trägt die Freizeit zur sozialen Bildung bei.“

Voraussetzung war, dass die am „Runden Tisch“ beteiligten Unternehmen Bereitschaft zeigen, sich für die Maßnahme zu engagieren. Je nach Möglichkeit handelt es sich um organisatorische, personelle oder finanzielle Unterstützung.
Die Trägerschaft wurde von der LVA übernommen, die in Zusammenarbeit mit der Stadt (Gleichstellungsstelle) die Federführung hat. Angehörige der beteiligten 13 Behörden, die selbst einen Beitrag leisten, können das Ferienangebot zu einem günstigen Preis nutzen. Auch Kinder von Angehörigen anderer Behörden, mit denen eine Zusammenarbeit besteht, können angenommen werden, wenn eine Vermittlungsgebühr bezahlt wird.

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Kinderbetreuungsbörse in Speyer

Lange Zeit galt die Frage der Kinderbetreuung als individuell zu lösendes Problem jeder einzelnen berufstätigen Mutter. Dabei sind Arbeitszeiten, die sich nach den Öffnungszeiten von KiTa oder Schule richten, nicht die Regel. Der Runde Tisch zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf in Speyer, ein Bündnis aus familienbewussten Behörden und Betrieben, hat sich das Ziel gesetzt, die Rahmenbedinungen für Beschäftigte mit Kindern zu verbessern.
Die Kinderbetreuungsbörse ermöglicht, schnell und unbürokratisch Kontakt zu flexiblen Tagesmüttern herzustellen, die im besonderen Fall engagiert werden können. Die Online-Börse, auf der sich die Betreuerinnen persönlich vorstellen, kann mittels Passwort benutzt werden. Mütter können so selbst Kontakt mit den Tagesmüttern aufnehmen und die nötigen Vereinbarungen treffen.
Das Angebot ist von allen Beschäftigten der Partnerbehörden und -betriebe nutzbar, unabhängig vom Wohnort.

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