Gender Mainstreaming

Gender Mainstreaming

Leitlinie politischen Handelns

Ergänzend zu den Instrumentarien des rheinland-pfälzischen Landesgleichstellungsgesetzes von 1995 mit seinen frauenfördernden Maßnahmen hat sich die Landesregierung im Jahr 2000 auf Gender Mainstreaming als Leitlinie politischen Handelns verständigt. Alle Ressorts haben sich verpflichtet, Gender Mainstreaming in ihrem Geschäftsbereich umzusetzen. Für alle Gesetze und Verordnungen im Land ist dies per Geschäftsordnung vorgeschrieben.

Gender Mainstreaming geht von dem Leitgedanken aus, dass Männer und Frauen einen ungehinderten, von Rollenklischees freien Zugang zu allen Bereichen der Politik und des öffentlichen Lebens haben müssen. Allein die Tatsache, eine Frau oder ein Mann zu sein, darf weder qualifizieren noch disqualifizieren. An diesem Ziel der Geschlechtergerechtigkeit sollen alle mitwirken. Nicht mehr nur die Frauen sind zuständig für Chancengleichheit.
Weil Gender Mainstreaming ein langer Prozess ist, kann diese Strategie eigenständige Frauenpolitik nicht ersetzen. Im Gegenteil: Von der Frauenpolitik können entscheidende Impulse bei der Beurteilung geschlechterfifferenzierter Auswirkungen einer Maßnahme ausgehen.

Auch in das neue Landesgleichstellungsgesetz, das am 22.12.2015 vom rheinland-pfälzischen Landtag verabschiedet wurde, wurden Aspekte des Gender Mainstreamings aufgenommen (vgl. § 5 Abs. 2).

  • Informationen

    • www.gender-mainstreaming.rlp.de/
      Eine umfassende Internetdarstellung zum Thema Gender Mainstreaming des rheinland-pfälzischen Ministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Familie und Frauen.