Befürchtungen einer „entsetzlichen Retraditionalisierung“

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Befürchtungen einer „entsetzlichen Retraditionalisierung“

24.06.2020

Die Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB), Prof. Jutta Allmendinger, äußerte ihre Befürchtungen in der ARD-Talkshow „Anne Will“: „Die Frauen werden eine entsetzliche Retraditionalisierung weiter erfahren. Ich glaube nicht, dass man das so einfach wieder aufholen kann und dass wir von daher bestimmt 3 Jahrzehnte verlieren. Wir sehen es ja an der Repräsentanz von Frauen in Führungspositionen, die jetzt schon wieder zurückgeht.“ Die Soziologin verwies darauf, dass der Arbeitsmarkt es kaum noch kompensieren könne, wenn Frauen wegen geschlossener Kitas und Schulen lange zu Hause seien oder noch mehr mit ihrer Arbeitszeit zurückgehen würden. Dies beträfe die Rente sowie Karrierechancen. Allmendinger sieht „Anzeichen für eine Rolle rückwärts“ und dass „sich gerade das Patriarchat zurückmeldet“.

Quelle: fpd 759