Beschwerde der Gleichstellungsbeamten stößt auf taube Ohren bei der Kanzlerin

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Beschwerde der Gleichstellungsbeamten stößt auf taube Ohren bei der Kanzlerin

03.05.2018

Die Ministerien besetzen politische Spitzenfunktionen der beamteten Staatssekretärinnen und Staatssekretäre überwiegend und in manchen Fällen sogar ausschließlich nur mit Männern. Diese Entwicklung bezeichnen die Gleichstellungsbeauftragten der obersten Bundesbehörden (IMA-GB, Interministerieller Arbeitskreis der Gleichstellungsbeauftragten) als fatal und wenden sich mit einem Brief an die Bundeskanzlerin – ohne Erfolg!
Da Gleichstellungsbeauftragte auf der Ebene der Staatssekretäre kein Vetorecht haben und nur ihre Empfehlungen vortragen dürfen, ist es Ministern möglich sich über sie hinwegzusetzen.
Die Regierung ignoriert das eigens verabschiedete Gesetz zur Gleichstellung von Frauen in Führungspositionen. Folglich sind nur 4 von 29 verbeamteten Staatssekretären, die eigentlichen Leiter der Verwaltungen, Frauen – nur 14%!
Seitens der Regierung wird auf das Jahr 2025 verwiesen. Bis dahin soll die Koalitionsvereinbarung, nämlich die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern in Leitungsfunktionen des öffentlichen Dienstes, erreicht worden sein.

Quelle: Zeit