Zweiter Gleichstellungsbericht: Bundesregierung sieht weiter Handlungsbedarf in der Gleichstellungspolitik

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Zweiter Gleichstellungsbericht: Bundesregierung sieht weiter Handlungsbedarf in der Gleichstellungspolitik

22.06.2017

Bundesfrauenministern Dr. Katarina Barley äußert sich im Juni diesen Jahres anlässlich der Verabschiedung des zweiten Gleichstellungsberichtes der Bundesregierung im Kabinett: „Die Bundesregierung hat in dieser Legislaturperiode viel für Gleichstellung getan, aber wir sind längst nicht am Ziel.“
Der Zweite Gleichstellungsbericht besteht aus einem Gutachten einer Sachverständigenkommission und der Stellungnahme der Bundesregierung dazu. Die Sachverständigenkommission empfiehlt in ihrem Gutachten, die Rahmenbedingungen zu schaffen, damit Erwerbsarbeit und unbezahlte Arbeit in der Familie und für die Gesellschaft gerecht zwischen Frauen und Männern aufgeteilt werden kann. Frauen wenden deutlich mehr Zeit für unbezahlte Tätigkeiten im Haushalt und für die Familie auf als Männer. Zudem erzielen Frauen pro Stunde und auch über den Lebensverlauf hinweg weniger Einkommen. Die Sachverständigenkommission bewertet diese Lohn- und Sorge-Lücke als Zeichen ungleicher Verwirklichungschancen von Frauen und Männern.
In ihrer Stellungnahme schließt sich die Bundesregierung dieser Analyse an. Wichtige Schritte für mehr Gleichstellung sind nach Auffassung der Bundesregierung zum Beispiel die Aufwertung sozialer Berufe und die Schaffung weiterer Spielräume zugunsten von Familien für mehr Zeitsouveränität. Darüber hinaus werden die Impulse des Gutachtens gewürdigt, sich mit Gleichstellungspolitik weiter auch an Männer zu wenden und Strukturen der Gleichstellungspolitik zu stärken.

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