Kienbaum-Studie „Frauen – Macht – Regierung – Land“

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Kienbaum-Studie „Frauen – Macht – Regierung – Land“

Eintrag vom 26.10.2015

In Anbetracht der Tatsache, dass Frauen in Führungspositionen immer noch stark unterrepräsentiert sind, hat die kürzlich veröffentlichte Kienbaum-Studie die Zusammensetzung der Landesregierungen in Berlin, Rheinland-Pfalz und Sachsen untersucht. Die Kurzstudie „Frauen – Macht – Regierung – Land“ vergleicht exemplarisch den Anteil von Frauen in Führungspositionen auf Minister-, Staatssekretär-, Abteilungs- und Referatsebene.

Die Ergebnisse offenbaren deutliche Unterschiede zwischen einzelnen Ländern, Ressorts und Führungsebenen. Differenziert man nicht weiter zwischen den jeweiligen Führungsebenen, ist Berlin führend. 40,9 % der Führungspositionen sind mit Frauen besetzt. In Rheinland-Pfalz zeigt sich ein ähnliches Bild, hier sind 38,8 % der Führungskräfte weiblich. In Sachsen hingegen liegt der Anteil an weiblichen Führungskräften bei lediglich 22,4 %. Um diese Zahlen besser einordnen zu können, merkt die Studie jedoch auch an, dass Frauen in Führungspositionen vor allem auf der Ebene der Referatsleitung zu finden seien. Über 70% der Frauen in Führungsposition sind auf dieser Ebene tätig.

Auch zwischen den Ressorts sind Unterschiede erkennbar. Insbesondere im Fall Berlin werde deutlich, „dass jene Häuser besonders hohe Frauenanteile haben, in denen die Thematik besondere inhaltliche und politische Priorität hat“ (14).

Die Studie steht hier zum Download bereit.