Rheinland-Pfalz-CDU will Mainzer Familien-, Frauen- und Jugendministerium auflösen

März 10, 2017 · Posted in Allgemein, News · Comment 
zur Übersicht

Rheinland-Pfalz-CDU will Mainzer Familien-, Frauen- und Jugendministerium auflösen

10.03.2017
Für mehr Polizei, mehr Lehrer und höhere Investitionen im Straßenbau solle das „Ministerium für Familie, Frauen, Jugend, Integration und Verbraucherschutz (MFFJIV)“ zur Gegenfinanzierung aufgelöst werden. Das forderte die oppositionelle CDU-Landtagsfraktion im Zuge der Beratung des Doppelhaushalts der Landesregierung von Rheinland-Pfalz für die Jahre 2017/2018. Die Bereiche Familien-, Frauen- und Jugendpolitik sollten umverteilt werden auf das Sozialministerium. Dem Innenministerium sollte der Bereich der Integration zugeschlagen werden. Und der Verbraucherschutz sollte schließlich dem Justizministerium angegliedert werden.

Quelle: fpd (682)

„Endlich partnerschaftlich durchstarten!“ – Equal Pay Day Kongress am 18. März in Berlin

März 9, 2017 · Posted in Allgemein, News · Comment 
zur Übersicht

„Endlich partnerschaftlich durchstarten!“ – Equal Pay Day Kongress am 18. März in Berlin

09.03.2017
Unter dem Motto „Endlich partnerschaftlich durchstarten!“ findet am 18. März in Berlin ein „Equal Pay Day“-Kongress statt. Darüber hinaus finden in ganz Deutschland weitere Aktionen zur „Bekämpfung der weiterhin bestehenden Lohnunterschiede“ statt. Der zum zehnten Mal von der Vereinigung „Business Professional Women“ (BPW) veranstaltete „Equal Pay Day“ markiert symbolisch die in Deutschland bestehende Lohnlücke. Der Unterschied zwischen den Bruttostundenlöhnen von Frauen und Männer im Jahr 2015 ergibt einen Betrag von 77 Tagen in denen Frauen „umsonst“ gearbeitet haben.

Quelle: fpd (682)

Frauenförderung im öffentlichen Dienst von NRW verfassungswidrig

März 9, 2017 · Posted in Allgemein, News · Comment 
zur Übersicht

Frauenförderung im öffentlichen Dienst von NRW verfassungswidrig

09.03.2017
Die Frauenförderung in Nordrhein-Westfalen ist auf der Grundlage des neuen Landesrechts nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts NRW (OVG) in Münster vom 21.02.2017 „nicht mit dem Grundgesetz vereinbar“. Für verfassungswidrig hält das OVG Münster, was der nordrhein-westfälische Gesetzgeber zum Regelfall erklärt: dass von einer im Wesentlichen gleichen Qualifikation auszugehen ist, wenn die aktuelle dienstliche Beurteilung der Bewerberin und des Mitbewerbers ein gleichwertiges Gesamturteil aufweist, wie schon Anfang Februar berichtet. Das Gericht sieht durch diese Vorschrift den gebotenen Qualifikationsvergleich als verfassungswidrig reduziert an. Eine Berücksichtigung des Gesamturteils genüge nicht, es müssten die weiteren „Inhalte der aktuellen Beurteilungen und bei dann noch gegebenem Qualifikationsgleichstand sodann ältere dienstliche Beurteilungen berücksichtigt werden“.

Aus Sicht der Landesregierung bringt das Gesetz zur Frauenförderung § 19 Abs. 6 LBS das Gebot der Bestenauslese und die Chancengleichheit auf verfassungsmäßige Weise miteinander in Einklang.
Das OVG Münster hat dem Landesgesetzgeber einen seiner Ansicht nach gangbaren Ausweg aus dem rechtlichen Dilemma gewiesen. Es sollen „Befähigungs- und Eignungsmerkmale (z.B. Begabung, Allgemeinwissen, Lebenserfahrung, Persönlichkeit, Charaktereigenschaften) bei der Abfassung von dienstlichen Beurteilungen und damit bei der Bildung des Gesamturteils stärker gewichtet“ werden. Hierdurch könne erreicht werden, „dass besonders die Frauen bevorzugt würden, die tatsächlich Doppelbelastungen in Beruf und Familie ausgesetzt seien“.

Der Deutsche Juristinnenbund e.V. (djb) warnt davor, dem Vorschlag des OVG zu folgen: Es handele sich bei den genannten „weichen“ Eignungsmerkmalen um klassische Einfallstore von Rollenvorstellungen, Vorurteilen und Stereotypen in Bezug auf Frauen, so der djb. Würden diese bei der Bildung des Gesamturteils auch noch stärker gewichtet, wäre damit der Leistungsgrundsatz durch Gleichstellungsrecht gefährdet – anders als durch die jetzige gesetzgeberische Lösung, die das OVG Münster beanstandet, führt der djb aus. Ramona Pisal, djb-Vorsitzende: „Würde der Vorschlag des OVG Münster verwirklicht, würde die strukturelle Diskriminierung von Frauen letztlich verstärkt.“

Quelle: fpd (682), Pressemitteilung des djb vom 01.03.2017

Seminar: Sexuelle Belästigung und Diskriminierung am Arbeitsplatz

März 7, 2017 · Posted in Allgemein, News · Comment 
zur Übersicht

Seminar: Sexuelle Belästigung und Diskriminierung am Arbeitsplatz

07.03.2017

Inhalt:

Im beruflichen Umfeld führt das Thema Sexuelle Belästigung und Diskriminierung am Arbeitsplatz nicht selten zu Unsicherheit, Hilflosigkeit und Widerstand. Ziel dieses Seminares ist es Sie in Ihrem beruflichen Alltag als potentielle Ansprechperson weiter zu stärken, mit solchen Situationen umzugehen, zu verstehen und die eigene (berufliche) Rolle und deren Grenzen zu begreifen.

Inhalte sind:

  • Erkennen der eigenen Einstellungen und Haltungen zum Thema
  • Begriffsdefinitionen und rechtliche Grundlagen
  • Sensibilisierung für Handlungsweisen von Betroffenen
  • Erkennen von Geschlechtsstereotypen und Rollenzuschreibungen
  • Handlungsmöglichkeiten – vom Hörensagen über das erste Gespräch bis zur stabilen Unterstützung
  • Strukturelle Vorgehensweisen abstimmen
  • Erkennen der individuellen Grenzen und der Grenzen des eigenen beruflichen Handelns durch vorgegebene Rahmenbedingungen

Es findet am 10. Mai 2017 an der Johannes Gutenberg-Universität statt. Referentin ist Anette Diehl.

Gerne können Sie sich bis zum 19. April 2017 online anmelden. Weitere Informationen zu diesem und anderen Seminaren finden Sie in unserem Programmheft 2017.