Muster-Verfahren zur Gremienbesetzung

August 24, 2016 · Posted in Allgemein, News · Comment 
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Muster-Verfahren zur Besetzung von Gremien nach § 31 Abs. 3 des LGG

24.08.2016

Auf den Seiten des Ministeriums für Familie, Frauen, Jugend, Integration und Verbraucherschutz steht ein Muster-Verfahren für die berufende Stelle zur Auswahl von stimmberechtigten Gremienmitgliedern im Rahmen des Doppelbenennungsverfahrens nach § 31 Abs. 3 Landesgleichstellungsgesetz (LGG) zum Download bereit.

 

Neuregelung des nordrhein-westfälischen Landesgleichstellungsgesetzes beschlossen

August 16, 2016 · Posted in Allgemein, News · Comment 
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Neuregelung des nordrhein-westfälischen Landesgleichstellungsgesetzes beschlossen

16.08.2016

„Ein zahnloser Tiger“ sei das aktuelle Landesgleichstellungsgesetz, erklärte kürzlich die Emanzipationsministerin des Landes Nordrhein-Westfalen Barbara Steffens (Bündnis 90/Die Grünen). Der Entwurf für ein neues Landesgleichstellungsgesetz, der kürzlich an den Landtag weitergeleitet wurde, sieht entsprechend „eine Stärkung der Position der Gleichstellungsbeauftragten, mehr weibliche Beschäftigte in Führungspositionen und eine geschlechtergerechte Repräsentanz in Gremien im Einflussbereich der öffentlichen Hand“ vor. Steffens führte dazu aus: „Um die Gleichstellung in der Praxis erfolgreich umzusetzen, brauchen wir vor allem starke Gleichstellungsbeauftragte mit einer klaren und durchsetzungsfähigen Rechtsposition. Eine solide rechtliche Basis ist die Grundvoraussetzung dafür, dass die Gleichstellungsbeauftragten in ihren Dienststellen wirkungsvoll agieren können“. Zukünftig sollen Maßnahmen, die unter Nichtbeteiligung der Gleichstellungsbeauftragten beschlossen und durchgeführt wurden, als „gesetzwidrig“ eingestuft werden. Zudem soll der Gleichstellungsbeauftragten ein Klagerecht einräumt werden, damit sie bei etwaigen Verletzungen ihrer Rechte den Klageweg beschreiten kann. Der neue Gesetzentwurf sieht außerdem vor, dass die Gleichstellungsbeauftragte das Recht hat, externe Sachverständige zu konsultieren, um informierte Entscheidungen treffen zu können. Auch einen Anspruch auf mindestens eine Fortbildung mit gleichstellungspolitischem Schwerpunkt schreibt der Entwurf fest.

Quelle: Frauenpolitischer Dienst (668)

Ursachenforschung zur Lohnlücke

August 16, 2016 · Posted in Allgemein, News · Comment 
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Ursachenforschung zur Lohnlücke

16.08.2016

Ein aktuelles Forschungsprojekt, „das die ‚Blinden Flecken in der Ursachenanalyse des Gender Pay Gaps‘ untersucht“, hat jetzt gezeigt, dass die geringen Verdienstmöglichkeiten in Berufen, die als typisch weiblich gelten, „häufig nicht gerechtfertigt“ sind. Prof. Ute Klammer, Direktorin des Institutes Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen, äußerte sich wie folgt: „Viele Untersuchungen zu den Verdienstunterschieden zwischen den Geschlechtern suggerieren, dass allenfalls ein kleiner Teil auf Lohndiskriminierung zurückgeht. Der größere Teil ließe sich durch die unterschiedlichen Positionen von Frauen und Männern auf dem Arbeitsmarkt erklären. Unsere Analysen zeigen jedoch, dass sich auch hier ungerechtfertigte Benachteiligungen verbergen können“.

Quelle: Frauenpolitischer Dienst (668)

Die Debatte über den Gesetzentwurf für mehr Lohngerechtigkeit geht in die nächste Runde

August 11, 2016 · Posted in Allgemein, News · Comment 
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Die Debatte über den Gesetzentwurf für mehr Lohngerechtigkeit geht in die nächste Runde

11.08.2016

Bereits seit Dezember letzten Jahres liegt Manuela Schwesigs Entwurf für ein „Gesetz für mehr Lohngerechtigkeit zwischen Männern und Frauen“ dem Kanzleramt vor und hat in der Zwischenzeit für rege Diskussionen innerhalb der Koalition gesorgt. Denn Schwesigs Entwurf sieht nicht nur vor, dass Betriebe ab 500 Beschäftigten die eigenen Gehaltsstrukturen im Hinblick auf Entgeltgleichheit prüfen und anschließend öffentlich darüber berichten, sondern auch, dass Beschäftigten zudem „ein individuelles einklagbares Auskunftsrecht über den Verdienst von mindestens fünf anonymisierten KollegInnen mit vergleichbarer Stellenbeschreibung“ eingeräumt wird (zwd Ausgabe 340, S. 8). Die Beweispflicht soll beim Arbeitgeber liegen. Dieser müsste dann nachweisen , dass etwaige Entgeltungleichheiten ausschließlich fachlich begründet sind. Vor allem Schwesigs Auslegung des individuellen Auskunftsanspruches, der im Koalitionsvertrag nicht weiter definiert wurde, bleibt ein zentraler Streitpunkt. Wann das Entgeltgleichheitsgesetz verabschiedet wird, ist derzeit ebenso wenig abzusehen wie die finale Auslegung des Auskunftsanspruches.

Quelle: Zweiwochendienst (Ausgabe 340 vom 12.07.2016)

 

 

Mitten im Leben: Studie zur Einkommensgerechtigkeit

August 4, 2016 · Posted in Allgemein, News · Comment 
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„Mitten im Leben“: Studie zur Einkommensgerechtigkeit

Eintrag vom 04.08.2016

Lohngerechtigkeit ist das, was sich über 90 Prozent der Frauen in der Mitte ihres Lebens wünschen. Das zeigt die Studie „Mitten im Leben“, die im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) Wünsche und Lebenswirklichkeiten von Frauen zwischen 30 und 50 Jahren untersucht hat.

Doch es geht den Frauen in ihrer Lebensmitte nicht nur darum, genauso viel Geld wie Männer zu verdienen. Sie wollen auch die Rentenlücke geschlossen sehen (94 %) und die sogenannten Frauenberufe aufgewertet wissen (92 %). Bei gleichwertiger Ausbildung und Qualifikation müsse auch der gleiche Verdienst drin sein wie in typischen ‚Männerberufen‘, findet die überwiegende Mehrheit der befragten Frauen. Im Kern geht es Frauen also vor allem darum, auf Augenhöhe mit den Männern zu sein – im Job wie in der Familie.

Die Studie „Mitten im Leben. Wünsche und Lebenswirklichkeiten von Frauen zwischen 30 und 50 Jahren“ entstand unter Leitung von Professor Dr. Carsten Wippermann am DELTA-Institut für Sozial- und Ökologieforschung.

Eine Kurzfassung der Studie kann hier heruntergeladen werden.

Quelle: frauen im dbb (6/2016)