Reform des Mutterschutzes

Juni 29, 2016 · Posted in Allgemein, News · Comment 
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Reform des Mutterschutzes

Eintrag vom 29.06.2016

Zukünftig sollen auch schwangere Schülerinnen und Studentinnen grundsätzlich ein Anrecht auf Mutterschutz haben, wie im Entwurf zur Reform des Mutterschutzes von Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) vorgesehen. Ob sie diesen in Anspruch nehmen, bleibt jedoch ihre Entscheidung – eine Kompromisslösung, die das Kabinett Anfang Mai gebilligt hat, nachdem vor allem Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) Schwesigs Entwurf kritisch gegenüberstand.

Quelle: Zweiwochendienst vom 31.05.2016 (Ausgabe 339)

Aufholbedarf bei Vereinbarkeit und Karriereförderung

Juni 29, 2016 · Posted in Allgemein, News · Comment 
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Aufholbedarf bei Vereinbarkeit und Karriereförderung

Eintrag vom 29.06.2016

„73% der Angestellten bewerten ihren Arbeitgeber als nicht familienfreundlich“ – so lautet ein Ergebnis der Studie „Jobzufriedenheit 2016“ der manpowerGroup  Deutschland, die das Marktforschungsinstitut Toluna durchgeführt hat. Vor allem flexible Arbeitszeitmodelle fehlen vielerorts. Moniert wurde von Arbeitnehmerseite außerdem, dass die individuelle Karriereförderung zu kurz komme. Nur in 1/3 der Firmen würden überhaupt regelmäßige Personalgespräche geführt.

Quelle: Frauenpolitischer Dienst (664)

„In diesen Städten leben Frauen am besten“

Juni 29, 2016 · Posted in Allgemein, News · Comment 
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„In diesen Städten leben Frauen am besten“

Eintrag vom 29.06.2016

Das Magazin „Focus“ hatte vor geraumer Zeit Kölner Sozialforscherinnen und -forscher beauftragt, „alle deutschen Großstädte von Aachen bis Wuppertal auf Frauenfreundlichkeit, Gleichberechtigung und Fairness zwischen den Geschlechtern“ zu untersuchen. Laut Studie, die am 28. Mai 2016 im Magazin veröffentlicht wurde, sei eine Tendenz auffällig gewesen: „Der Osten ist fortschrittlich, der Westen hat Nachholbedarf.“ So landete Dresden auf dem 1. Platz, Ludwigshafen als „die frauenfeindlichste Stadt“ auf Platz 77. Ein Kriterium, das das Forscherteam ansetzte, war die Relation zwischen den Gehältern von Frauen und Männern. Auch deshalb erreichte Potsdam eine vordere Platzierung und das obwohl beispielsweise in Wolfsburg Frauen durchschnittlich 900 € mehr verdienen als in der brandenburgischen Hauptstadt. Denn in der VW-Stadt verdienen Männer immer noch durchschnittlich 1000 € mehr als Frauen.

Quelle: Frauenpolitischer Dienst (664)

Der Wert für unbezahlte Arbeit liegt bei 826 Milliarden Euro

Juni 29, 2016 · Posted in Allgemein, News · Comment 
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Der Wert für unbezahlte Arbeit liegt bei 826 Milliarden Euro

Eintrag vom 29.06.2016

Kürzlich hat das Statistische Bundesamt mitgeteilt, dass „die in Deutschland lebende Bevölkerung 35% mehr Zeit für unbezahlte Arbeit aufgewendet [hat] als für bezahlte Erwerbsarbeit.“ Im Jahr 2013 lag der Wert für unbezahlte Arbeit – wozu beispielsweise Hausarbeit, Pflege und ehrenamtliche Tätigkeiten zählen – bei 826 Milliarden Euro. Zum Vergleich, die Nettolöhne und -gehälter entsprachen einer Summe von 780 Milliarden Euro. Während Männer 2,5 Stunden unbezahlte Arbeit pro Tag leisten, kommen Frauen auf rund 4 Stunden.

Quelle: Frauenpolitischer Dienst (664)

Neue Studie des Bundesfamilienministeriums zur Situation von Frauen zwischen 30 und 50 Jahren

Juni 29, 2016 · Posted in Allgemein, News · Comment 
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Neue Studie des Bundesfamilienministeriums zur Situation von Frauen zwischen 30 und 50 Jahren

Eintrag vom 29.06.2016

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat kürzlich die Ergebnisse der Studie „Mitte im Leben – Wünsche und Lebenswirklichkeiten von Frauen zwischen 30 und 50 Jahren“ veröffentlicht. Vor allem der „Gegensatz von Frauen und Männern im Verhältnis von Berufsqualifikation und Einkommen“, den die Studie dokumentiert, ist auffällig:

  • „77% der Frauen haben ein eigenes Einkommen unter 1500 € (nur 29% der Männer)
  • 39% der Frauen haben ein Einkommen unter 1000 € und
  • weitere 14% haben gar kein eigenes Einkommen (nur 11% der Männer haben ein Einkommen unter 1000 € und nur 0,2% haben kein eigenes Einkommen).
  • Für sehr viele Frauen sind Existenzsicherung, Risikovorsorge und Alterssicherung trotz beruflicher Qualifikation kaum möglich.“

Diese Ergebnisse seien zum einen die „Spätfolgen einer noch in den 1970er und 1980er Jahren traditionell geprägten Erziehung und Ausbildungsberatung.“ Zum anderen seien sie aber auch richtungsweisend für die aktuelle Gleichstellungspolitik, so die Verfasserinnen und Verfasser der Studie.

Quelle: Frauenpolitischer Dienst (664)

„Voraussichtlich 75% der heute 35- bis 50-jährigen Frauen von Altersarmut betroffen“

Juni 29, 2016 · Posted in Allgemein, News · Comment 
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„Voraussichtlich 75% der heute 35- bis 50-jährigen Frauen von Altersarmut betroffen“

Eintrag vom 29.06.2016

In einem Interview mit der „SZ“ äußerte sich Susanne Kazemieh, Gründerin der FrauenFinanzGruppe (Hamburg), kürzlich zur Problematik der Altersarmut, die insbesondere Frauen trifft. „Frauen fangen häufig viel zu spät an, sich über ihre Altersvorsorge Gedanken zu machen“ und das obwohl „Frauen aufgrund ihrer höheren durchschnittlichen Lebenserwartung mehr Kapital fürs Alter ansparen müssen als Männer,“ so Kazemieh. Sie prognostizierte, dass „voraussichtlich 75% der heute 35- bis 50-jährigen Frauen von Altersarmut betroffen sein“ werden.

Auch der Vorstandschef von Swiss Life Deutschland, Markus Leibundgut, zeigte sich besorgt gegenüber der „SZ.“ „Dass sich viele Frauen darauf verlassen, später einmal von der Rente ihres Mannes leben zu können, ist gewagt: Jede dritte Ehe hierzulande wird geschieden. Um dem Risiko der Altersarmut zu entgehen, sollten Frauen ihre Vorsorge selbst in die Hand nehmen“ wie Leibundgut erklärte.

Quelle: Frauenpolitischer Dienst (664)

Männer als Gleichstellungsbeauftragte?

Juni 1, 2016 · Posted in Allgemein, News · Comment 
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Männer als Gleichstellungsbeauftragte?

Eintrag vom 27.04.2016

Die Frage, ob lediglich Frauen als Gleichstellungsbeauftragte bestellt werden sollten, sorgt immer wieder für Diskussionen. Das novellierte rheinland-pfälzische Landesgleichstellungsgesetz beantwortet diese Frage eindeutig und legt fest, dass sowohl die Gleichstellungsbeauftragte als auch ihre Stellvertreterin eine Frau sein muss. Zudem ist die Gleichstellungsbeauftragte laut Gesetz primär für die Belange von weiblichen Beschäftigten zuständig. Ein Artikel in der Rhein-Zeitung (RZ), in dem sich rheinland-pfälzische Amtsgerichtsdirektoren kritisch mit dem Gesetz auseinandersetzen, hat die Debatte kürzlich neu entfacht. Zitiert wird unter anderem der Amtsgerichtsdirektor von St. Goar, der „auf Anfrage“ erklärt habe, „das männliche Geschlecht an seinem Gericht (werde) durch die vom Gesetz beabsichtigte Frauenförderung unzulässig diskriminiert,“ da am Amtsgericht St. Goar 21 von 31 Beschäftigten weiblich seien und somit keine Unterrepräsentanz von Frauen vorliege. Der Jurist sieht deshalb gar „eindeutige Verstöße gegen die Grundrechtscharta und das Grundgesetz“. Die „RZ“ nimmt Aussagen wie diese zum Anlass, um zu fragen, ob das Landesgleichstellungsgesetz überhaupt „noch zeitgemäß“ sei. „Denn es gibt nicht nur immer mehr Richterinnen. In der Finanzverwaltung – im Landesamt wie in den Finanzämtern – liegt der Frauenanteil bei 53 Prozent. In den Grundschulen – so schätzt das Ministerium – teils über 90 Prozent, in Gymnasien bei 70 bis 80 Prozent,“ so die „RZ“.

Quelle: Frauenpolitischer Dienst (661)

Reformiertes Landesgleichstellungsgesetz in Mecklenburg-Vorpommern

Juni 1, 2016 · Posted in Allgemein, News · Comment 
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Reformiertes Landesgleichstellungsgesetz in Mecklenburg-Vorpommern

Eintrag vom 27.04.2016

In Schwerin präsentierte Birgit Hesse (SPD), Gleichstellungsministerin des Landes Mecklenburg-Vorpommern, kürzlich den neuen Entwurf des Landesgleichstellungsgesetzes. „Bereits im Koalitionsvertrag von 2011 hatte die Landesregierung festgelegt, den Anteil von Frauen in Führungspositionen deutlich zu erhöhen. Dies ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich geschehen. Inzwischen ist jede vierte Abteilungsleiterstelle in den Ministerien mit Frauen besetzt, und wir haben erstmals drei Staatssekretärinnen. Mit dem vorgestellten Gesetzentwurf soll diese Entwicklung weiter fortgesetzt werden,“ so die Ministerin. Qualifizierungs- und Weiterbildungsangebote für Führungskräfte, Telearbeitsplätze für alle Beschäftigten der Landesregierung, Teilzeitmodelle für Führungskräfte und die paritätische Gremienbesetzung sind zentrale Punkte, die der Gesetzentwurf aufgreift.

Quelle: Frauenpolitischer Dienst (661)

Nur 1,1% der Frauen verfügen über eine Monatsrente von mindestens 1500 Euro

Juni 1, 2016 · Posted in Allgemein, News · Comment 
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Nur 1,1% der Frauen verfügen über eine Monatsrente von mindestens 1500 Euro

Eintrag vom 01.06.2016

Laut einer Statistik der Deutschen Rentenversicherung liegt der Anteil der Frauen, die monatlich mehr als 1500 Euro als Rente erhalten, bei lediglich 1,1%. Die meisten Frauen, so die Erhebung, beziehen eine Rente zwischen 150 und 299 Euro (19,2%). Zum Vergleich: Der Anteil an Männern, deren Rente zwischen 150 und 299 Euro liegt,  beträgt 6,2%. Der größte Anteil der Männer hingegen verfügt monatlich über 1500 Euro oder mehr (16,8%).

Quelle: Frauenpolitischer Dienst (663)

Weibliche Führungskräfte in Europa: Deutschland nur im unteren Drittel

Juni 1, 2016 · Posted in Allgemein, News · Comment 
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Weibliche Führungskräfte in Europa: Deutschland nur im unteren Drittel

Eintrag vom 01.06.2016

Laut Statistischem Bundesamt sind in Deutschland 29% der Führungspositionen mit Frauen besetzt. Damit liegt Deutschland „nur im unteren Drittel aller Mitgliedsstaaten der Europäischen Union.“ Zum Vergleich: Der europaweite Durchschnitt beträgt 33%. Führend sind Lettland (44%), Ungarn (40%), Polen und Litauen (jeweils 39%).

Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) hat kürzlich „eine neue Studie von Kohaut/Möller (2016) auf Basis des IAB-Betriebspanels“ vorgestellt, die Aufschluss darüber gibt, wie hoch der Frauenanteil in Führungspositionen in der Gesamtwirtschaft ist. „Demnach lag der Frauenanteil in der Privatwirtschaft im Jahr 2014 auf der ersten Führungsebene bei 25% und auf der zweiten Führungsebene bei 39%,“ so die Bilanz der Studie. Das IW merkte an, „dass der Frauenanteil auf der ersten Führungsebene im Bundesdurchschnitt erheblich davon abhängig sein dürfte, inwiefern Frauen (und Männer) bereit sind, den Weg in die Selbstständigkeit anzutreten.“

Quelle: Frauenpolitischer Dienst (662)