„Geschickt Gendern“ – Das Genderwörterbuch

April 12, 2016 · Posted in Allgemein, News · Comment 
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„Geschickt Gendern“ – Das Genderwörterbuch

Eintrag vom 12.04.2016

Darüber dass Sprache unser Denken und Handeln nachhaltig prägt, herrscht mittlerweile weitgehend Konsens. Entsprechend werden offizielle Texte – seien es Stellenausschreibungen, Reden, Seminararbeiten oder Zeitungsberichte – immer öfter gendergerecht bzw. genderneutral formuliert, um existierende Geschlechterstereotype abzubauen. Frauen sollen zudem nicht nur implizit mitgedacht, sondern auch ganz explizit angesprochen werden. Gendergerecht zu formulieren kann im Alltag jedoch zur Herausforderung werden. So manches klingt sperrig und ist wenig leserfreundlich. Das Online Genderwörterbuch „Geschickt Gendern“ leistet Hilfestellung auf dem Weg zum gendergerechten Text. Denn: „Gendergerechte Sprache kann beim Schreiben wie Lesen elegant sein – und Spaß machen!“ Hilfreich ist vor allem die Suchfunktion, über die man zu einzelnen Einträgen gelangt (z.B. „Mitarbeitergespräch“).

Das Genderwörterbuch „Geschickt Gendern“ ist hier abrufbar.

Neuausrichtung des Mutterschutzgesetzes: Stellungnahme des Deutschen Juristinnenbundes

April 12, 2016 · Posted in Allgemein, News · Comment 
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Neuausrichtung des Mutterschutzgesetzes: Stellungnahme des Deutschen Juristinnenbundes

Eintrag vom 12.04.2016

Seit Anfang März liegt ein Referentenentwurf zur Neuregelung des Mutterschutzgesetzes in Deutschland vor. Am 29. März 2016 hat der Deutsche Juristinnenbund (djb) eine Stellungnahme abgegeben und gelangt zu einem differenzierten Urteil. Zwar enthalte der Referentenentwurf einige wichtige Punkte – wie etwa die Integration der Mutterschutzverordnung in das Mutterschutzgesetz, die Konkretisierung und Aktualisierung des Anwendungsbereiches sowie der Gefährdungskataloge, der Ausbau des Kündigungsschutzes bei einer Fehl- oder Frühgeburt – jedoch greife er an zentralen Stellen zu kurz. Der djb kritisiert vor allem, dass der Referentenentwurf ein überholtes Bild von Schwangerschaft und Mutterschutz zeichne, gleichzeitig aber die Herausforderungen der modernen Arbeitswelt vernachlässige (z.B. hohe psychische Belastungen, hochflexibilisierte Arbeitszeitsysteme). Deshalb plädiert der Juristinnenbund ausdrücklich dafür, den Mutterschutz als wichtiges Aufgabenfeld in die Bereiche Arbeitsschutzpolitik und betrieblicher Arbeitsschutz einzubinden. Zudem müsse sich das geltende Mutterschutzrecht zukünftig stärker am EU-Leitbild orientieren, das die Umsetzung eines präventiven, teilhabefördernden und diskriminierungsfreien Mutterschutzes als Zielvorgabe formuliert.

Die Stellungnahme des djb vom 29. März 2016 im Wortlaut finden Sie hier.

Quelle: Pressemitteilung des djb vom 04.04.2016