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BMBF-Broschüre "Kinder - Wunsch und Wirklichkeit in der Wissenschaft"Eintrag vom 12.08.2010
Rund drei Viertel der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an deutschen Hochschulen sind kinderlos, Männer fast genau so häufig wie Frauen. Dabei hätten über 70 Prozent der Kinderlosen gerne Kinder. Woran die dennoch steigende Kinderlosigkeit liegt, wurde nun von zwei Forschungsprojekten untersucht. Als Hauptgründe für Kinderlosigkeit werden anspruchsvolle Qualifizierungszeiten und vor allem befristete Beschäftigungsverhältnisse mit den daraus resultierenden finanziellen und persönlichen Unsicherheiten genannt. Ein weiteres großes Problem ist der sehr hohe Verfügbarkeitsanspruch, den der Wissenschaftssektor an seine Mitarbeitenden stellt. Dieser macht es schwierig, zusätzlich Zeit und Kraft für Elternschaft und Familie aufzubringen. Prof. Dr. Hans Bertram, Mikrosoziologe an der Humboldt-Universität Berlin und Vorsitzender der 7. Familienberichtskommission des Deutschen Bundestages, rief dazu auf "endlich akzeptieren, dass es zwischen der Arbeitswelt und privaten Verpflichtungen – das gilt übrigens neben Kindern auch für die Betreuung älterer und kranker Angehöriger – strukturelle Widersprüche gibt, die wir gesamtgesellschaftlich lösen müssen." Und er fügt hinzu: "Bisher haben wir alles, was mit Betreuung von Angehörigen zu tun hat, in unserer Gesellschaft ausgelagert auf die Frauen." Download der Broschüre als PDF-Datei. Quelle: Pressemitteilung (138/2010) des BMBF |
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