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Ergebnisse der 20. GFMK in Dresden

Eintrag vom 24.06.2010

 

Am 10. und 11. Juni 2010 fand in Dresden die Hauptkonferenz der Gleichstellungs- und Frauenministerinnen und -minister, -senatorinnen und -senatoren der Länder - kurz: GFMK – statt. Sie ist das frauenpolitische Gremium auf Ebene der Bundesländer und dient der Selbstkoordinierung der Länder, die in ihr gemeinsam Probleme erörtern, Vorgehensweisen abstimmen und Position gegenüber dem Bund beziehen.

Die Geschäftsführung der GFMK wechselt seit dem Gründungsjahr 1991 turnusmäßig unter den Ländern. In diesem Jahr war der Freistaat Sachsen ausrichtendes Bundesland und die sächsische Staatsministerin für Soziales und Verbraucherschutz, Christine Clauß hatte den Vorsitz inne.
Leitthema der diesjährigen GFMK war »Geschlechtsspezifische Aspekte der medizinischen Versorgung, Gesundheitsförderung und Prävention«. Hier forderten die Länder unter anderem, die unterschiedlichen Gesundheitsbedürfnisse von Männern und Frauen zukünftig in der Grundlagenforschung, der Versorgungs- und Präventionsforschung sowie in der klinischen Prüfung von Arzneimitteln deutlicher als bisher zu berücksichtigen.

Außerdem berieten sich die Länder über Möglichkeiten zur Erhöhung des Frauenanteils in Aufsichtsräten deutscher Unternehmen. In der Pressemitteilung heißt es hierzu: „Die Mehrheit der Länder stimmte für eine gesetzliche Mindestquote von 30 Prozent für alle deutschen, dem Mitbestimmungsrecht unterliegenden Unternehmen in dieser Legislaturperiode. Differenzen bestanden hinsichtlich der Frage, wann diese Quote eingeführt, in welchen Fristen sie umgesetzt und in welcher Ausgestaltung sie erfolgen soll.“
Weitere Themen waren unter anderem Entgeltgleichheitscheck und gleichstellungsorientierte Aspekte eines Betreuungsgeldes.

Quelle: Freistaat Sachsen