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Equal Pay Day 2011 im Jubiläumsjahr der Frauenbewegung (25.03.11)

Eintrag vom 24.06.2010

 

Aus den Zahlen zum Verdienstabstand 2009 des Statistischen Bundesamtes errechnet sich der Equal Pay Day 2011 für den 25. März 2011. Er markiert den Tag, bis zu dem Frauen länger arbeiten müssen, um das durchschnittliche Vorjahresgehalt der Männer zu erzielen. Dieser Abstand bleibt unverändert bei 23%, woraus sich der 25.März als Stichtag ergibt. Dabei liegt der Entgeltunterschied in Westdeutschland sogar bei 25%, im Osten hingegen bei 6%. Im europäischen Vergleich nimmt Deutschland damit weiterhin einen der hinteren Ränge ein.

Damit liegt der Equal Pay Day dieses Jahr wieder sehr nah am Internationalen Frauentag, der dieses Jahr zum 100. Mal gefeiert wird. Da dieses Jubiläum am 08. März dieses Jahr auf den Fastnachtsdienstag fallen würde, wurde er in Deutschland vielerorts inoffiziell einfach wieder auf sein Ursprungsdatum, den 19. März verlegt. So ergibt sich eine Aktionswoche, die mit dem Frauentag beginnt und mit dem Equal Pay Day endet.

Der Schwerpunkt der Aktionen zur Entgeltgleichheit greift in diesem Jahr eine der wesentlichen Ursachen für Entgeltunterschiede auf: Rollenstereotype. Bundesweit soll so auf nach wie vor bestehende Rollenstereotype und deren „Verstärker“ aufmerksam gemacht werden.
Hierzu hat das Equal Pay Day-Bündnis eine Unterschriftenaktion zum Abbau von Entgeltunterschieden gestartet, mit der folgender Forderungskatalog unterstützt werden kann:

- eine geschlechtsrollen-sensible Erziehung in Kindertageseinrichtungen und Schulen sowie die
   Sensibilisierung und Ausbildung verantwortlicher Pädagogen mit anschließender Evaluation der Maßnahmen
- eine Unternehmens- und Arbeitskultur, die eine sinnvolle Vereinbarung von Arbeit und Familie für Frauen und Männer gewährleistet
- die gleichmäßigere Aufteilung der Elternzeit zwischen Müttern und Vätern
- den flächendeckenden Ausbau von Kindertageseinrichtungen und Ganztagsschulen
- den Abbau von Fehlanreizen im Steuer- und Sozialversicherungsrecht
- die Abschaffung der kostenfreien Mitversicherung nicht erwerbstätiger Ehepartner in der gesetzlichen Krankenversicherung


Weitere Informationen finden Sie unter www.eqalpayday.de.

Quellen: www.equalpayday.de
Statistisches Bundesamt