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Frauen verdienen rund 1000 Euro weniger als Männer

Eintrag vom 18.03.2004

Neuste Zahlen des Statistischen Bundesamtes anlässlich des Internationalen Frauentages

Im Jahr 2003 verdienten Frauen rund 1000 Euro monatlich weniger als ihre männlichen Kollegen. Anlässlich des Internationalen Frauentages präsentierte das Statistische Bundesamt diese Berechnung.
In den neuen Bundesländern ist die Diskrepanz zwischen den Gehältern von Frauen und Männern mit 23 Prozent deutlich geringer als in den alten Bundesländern. Der Abstand zwischen den Gehältern liegt hier bei rund 30 Prozent.
Die frauenpolitische Sprecherin von Bündnis 90/Die Grünen, Katja Husen, sieht vor allem die Strukturen, die Frauen indirekt diskriminieren als Grund für diesen Misstand.
Männer und Männerberufe seien noch immer in bessere Leistungsgruppen eingestuft. Die Selbstverpflichtung der Privatwirtschaft, dies zu beheben, reiche offensichtlich nicht aus, erklärte die Politikerin am 3. März 2004 in Berlin.
Auch die Vorsitzende der Gruppe der Frauen der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Annette Widmann-Mauz, forderte die Unternehmen auf, Chancen- und Lohngleichheit zu fördern, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit nicht zu gefährden.
Die Gehaltsunterschiede in Deutschland sind im EU Vergleich laut jährlichem Forschungsbericht der Europäischen Kommission zum Gender Mainstreaming fast doppelt so hoch wie im EU-Durchschnitt.